Berlakovich: Österreich hat mit dem Österreichischen Walddialog eine internationale Vorreiterrolle
Internationale Konferenz zur Umsetzung von New-Governance zur Sicherstel¬lung einer Nachhaltigen Waldbewirtschaftung geht heute in China zu Ende
„Der österreichische Walddialog ist unser wichtigstes forstpolitisches Instrument, um alle Aspekte der nachhaltigen Waldbewirtschaftung umfassend zu behandeln. Er ist nicht nur eine Erfolgsgeschichte für die Verbesserung des österreichischen Waldes, sondern international viel beachtetes Vorbild für die von der internationalen Gemeinschaft geforderten partizipativen und offenen Politikgestaltung im Sinne von ‚New Governance’“,
freut sich Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich über die gute Position Österreichs in der internationalen Forstwirtschaft anlässlich der heute in China zu Ende gehenden internationalen Waldkonferenz.160 ExpertInnen aus aller Welt befassten sich unter österreichisch-chinesischem Vorsitz von Dienstag bis heute in Guilin (China) mit dem Thema „Wälder für die Menschen“. Im Mittelpunkt stand dabei die Rolle von nationalen Waldprogrammen und Dialogprozessen sowie des globalen Waldinstruments der Vereinten Nationen für die Sicherstellung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung auf nationaler und globaler Ebene. Die Konferenz wurde vom Generaldirektor der Chinesischen Staatsforstverwaltung Qu Guilin und dem Leiter der Abteilung „Waldpolitik und Waldinformation“ im Lebensministerium Ingwald Gschwandtl geleitet.
Diese Initiative unter dem Dach der Vereinten Nationen leistete substanzielle Inputs für die laufenden internationalen Bemühungen zum Schutz der Wälder. Auch bei der nächsten Klimakonferenz im Dezember dieses Jahres in Kopenhagen geht es um die wichtige Rolle der Wälder für das Klima. Das Waldforum der Vereinten Nationen wird weiters im Jänner 2011 die Rolle der Wälder für die Menschen als Einkommensquelle und zur Armutsbekämpfung in den Vordergrund stellen.
Um all die Leistungen der Wälder für die Umwelt, die Wirtschaft und die Menschen nachhaltig zu sichern und die vielfachen Gefährdungen der Wälder wirksam zu reduzieren, bedarf es breiter Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche, Interessensgruppen und Sektoren. Die Hauptforderung der Waldkonferenz in Guilin ist somit die Aufforderung an alle Staaten, offene und partizipative Dialogprozesse mit allen Betroffenen zur Lösung von Waldproblemen zu initiieren.
Österreich hat einen derartigen partizipativen Prozesse bereits vor sechs Jahren gestartet: Der Österreichische Walddialog wurde mit dem Ziel initiiert, die Bedeutung des Waldes für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft stärker ins Bewusstsein zu rücken, die vielfältigen Leistungen der Wälder zu optimieren und nachhaltig sicher zu stellen, und alle relevanten Gruppen in die forstpolitische Rahmengestaltung einzubinden. „Im österreichischen Walddialog haben alle relevanten Sektoren und Interessengruppen die Möglichkeit sich aktiv am forstpolitischen Willenbildungsprozess zu beteiligen. Der Walddialog ist unsere Plattform, um für alle waldrelevanten Fragen, insbesondere auch die Rolle des Waldes für den Klimaschutz, breit abgestimmte Lösungen zu erarbeiten“, so Berlakovich abschließend.
doris.ostermann@lebensministerium.at
20.11.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit

