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Di, 07.09.2010

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EU-Kommission verabschiedet Nahrungsmittel-Hilfsprogramm 2010

Getreidebauern und Handel kritisieren Erhöhung des Marktdrucks

(BMLFUW/AIZ) - Die Europäische Kommission hat heute ihr Nahrungsmittel-Hilfsprogramm für bedürftige Bevölkerungsgruppen für 2010 veröffentlicht. Ursprünglich mit dem Gedanken eingerichtet, überschüssige Bestände an Agrarerzeugnissen an Bedürftige abzugeben, wurde das Programm Mitte der 90er-Jahre erweitert und die Möglichkeit geschaffen, die Interventionsbestände unter bestimmten Umständen durch Käufe am Markt zu ergänzen.

In diesem Jahr kann der Bedarf weitgehend durch die verfügbaren öffentlichen Lagerbestände (Getreide, Zucker, Milchpulver, Butter) gedeckt werden und Zukäufe sind nur begrenzt erforderlich. Für das Programm werden wie 2009 Haushaltsmittel in der Höhe von EUR 500 Mio. bereitgestellt. 19 Mitgliedstaaten haben heuer beschlossen, am Programm teilzunehmen, Österreich gehört nicht dazu.

 Das Programm trifft auf heftige Kritik aus der Branche, insbesondere bei Getreidebauern und Handel. Grund ist, dass der Markt durch das große Angebot ohnehin schon unter Druck steht und die Preise die Produktionskosten kaum decken. Das Verhalten der EU-Kommission wird als unsensibel bewertet, da diese den Marktdruck durch eine Öffnung der Interventionslager noch weiter künstlich steigert, anstatt den Sektor dadurch zu entlasten, dass sie für die Lebensmittelhilfe zurzeit ohnehin billiges Getreide auf dem Markt aufkauft. Kopfschütteln ist noch die mildeste Reaktion. Viele Experten schäumen, weil sich die EU-Kommission einmal mehr über die Bedenken der Branche hinweggesetzt hat.

doris.ostermann@lebensministerium.at

20.11.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit

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