Berlakovich: Unternehmen Landwirtschaft 2020 soll bäuerliche Unternehmerkompetenz stärken
Professionalisierungsoffensive: Businessplan für jeden Bauernhof
Bei der Wintertagung des Ökosozialen Forums skizzierte Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich seine Vorstellungen zur Zukunft der österreichischen Landwirtschaft. Das „Unternehmen Landwirtschaft 2020“ soll die Unternehmerkompetenz der heimischen Landwirte stärken. „Wettbewerbsfähige Betriebe sind die Voraussetzung für den Erfolg am Markt und unternehmerisches Denken und Handeln wird für die Landwirtschaft daher immer wichtiger.
Im steigenden Wettbewerb unter liberalisierten Marktbedingungen ist dies die zentrale Chance, ein ausreichendes Einkommen in der Landwirtschaft auch in Zukunft zu erwirtschaften“, so Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich heute in Wien anlässlich der Wintertagung des Ökosozialen Forums.Für Berlakovich hat die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft drei Säulen, nämlich „Wettbewerbsfähigkeit“, „Gesunde und sichere Lebensmittel“ und „Umwelt- und Klimaschutz, erneuerbare Energie“. Daher sind diese Bereiche auch die inhaltlichen Schwerpunkte der österreichischen Strategie zum „Unternehmen Landwirtschaft 2020“.
Wettbewerbsfähigkeit stärken
„Bei meinen Diskussionen zum „Zukunftsfeld Bauernhof“ mit 5.000 Bauern im Vorjahr war für mich eines der wichtigsten Ergebnisse, dass wir die bäuerliche Unternehmerkompetenz stärken müssen. Ich starte daher heuer eine Professionalisierungsoffensive. Auf Basis einer breiten Betriebsanalyse soll jeder Bauer eine eigene Betriebsstrategie, seinen Businessplan, entwickeln können“, so Berlakovich. Den Bäuerinnen und Bauern soll eine Beratung zur Standortbestimmung und künftigen strategischen Ausrichtung, Produktion, Marketing und Rechnungswesen angeboten werden. Jeder soll in die Lage versetzt werden, unter Berücksichtigung der persönlichen Präferenzen und Neigungen eine individuelle Betriebsstrategie zu entwickeln. Ziel ist, durch eine breite Palette von Maßnahmen, allen Land- und Forstwirten entsprechend der persönlichen und betrieblichen Bedürfnisse Perspektiven und Zukunftschancen zu eröffnen.
„Wir müssen jetzt das Beratungsangebot noch passgenauer machen, damit für jeden etwas Anwendbares dabei ist und es auch breit genutzt wird“, so Berlakovich. Das Beratungsangebot wird ausgebaut in den Bereichen klassische Produktionssparten, neue Formen der Energieproduktion, Diversifizierung (z.B. Direktvermarktung, Ab Hof-Verkauf, Teilnahmen an Regional- und Qualitätsinitiativen, Gästezimmervermietung, Urlaub am Bauernhof) sowie Spezialproduktionszweige und Nischenprodukterzeugung.
Im Bereich „Bildung und Beratung“ müssen neue Herausforderungen wie Klimaschutz, erneuerbare Energieerzeugung in den Lehrplänen Niederschlag finden. Das Bildungs- und Beratungsangebot soll österreichweit harmonisiert und konzentriert werden, sowie die Beratung mit Aus- und Weiterbildungsprogrammen vernetzt werden. Insgesamt sollen „Bildung und Beratung“ in einem zielorientierten Gesamtkonzept stärker als bisher vernetzt, abgestimmt und gebündelt werden.
doris.ostermann@lebensministerium.at
08.02.2010, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit

