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Nachhaltigkeit der österreichischen Forstwirtschaft

Bei der zweiten Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa (in Helsinki) 1993, wurde die nachhaltige Waldbewirtschaftung definiert.

Definition der nachhaltigen Forstwirtschaft:

"Die Behandlung und Nutzung von Wäldern und Waldflächen auf eine Weise und in einem Ausmaß, dass deren biologische Vielfalt, Produktivität, Verjüngungsfähigkeit, Vitalität sowie deren Fähigkeit, die relevanten ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Funktionen gegenwärtig und in der Zukunft zu gewährleisten, auf lokaler, nationaler und globaler Ebene erhalten bleiben, ohne anderen Ökosystemen Schaden zuzufügen."
 
In dieser in Europa anerkannten Definition kommen die Multifunktionalität des Waldes und das Streben nach nachhaltiger Entwicklung von Natur und Wirtschaft zum Ausdruck. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Forstpolitik in Österreich auf naturnahe Waldwirtschaft ausgerichtet.

Zur Beurteilung des Standes und der Entwicklung der nachhaltigen Waldwirtschaft in Österreich werden die im Rahmen der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa beschlossenen "gesamteuropäischen Kriterien und Indikatoren für nachhaltige Waldbewirtschaftung" herangezogen.

Die 6 Kriterien:

1. Waldressourcen - Erhaltung und angemessene Verbesserung der Waldressourcen und ihr Beitrag zu globalen Kohlenstoffkreisläufen.

2. Gesundheit und Vitalität - Erhaltung der Gesundheit und Vitalität von Waldökosystemen

3. Produktive Funktionen der Wälder - Erhaltung und Stärkung der produktiven Funktionen der Wälder (Holz- und Nichtholzprodukte)

4. Biologische Vielfalt - Erhaltung, Schutz und angemessene Verbesserung der biologischen Vielfalt in Waldökosystemen

5. Schutzfunktionen - Erhaltung und angemessene Verbesserung der Schutzfunktionen in der Waldbewirtschaftung (insbesondere Boden und Wasser)

6. Sozioökonomische Funktionen - Erhaltung anderer sozioökonomischer Funktionen und Bedingungen