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Milchproduktion in Österreich

Die kartografischen Übersichten geben Aufschluss über die geografische Produktionsstruktur, die Verteilung der Milchkuhbestände und den Milchfluss in Österreich.

 

 

 

Geografische Stuktur und Verteilung der Milchproduktion in Österreich

Kartografische Übersichten zur Milchproduktion in Österreich:

 

Milchquoten nach Bezirken und Gemeinden geben Aufschluss über geografische Produktionsstruktur und Verteilung.

 

 

 

 

VERÄNDERUNG DER MILCHQUOTE NACH BEZIRKEN 1995-2009

 

Darstellung der Anlieferungsquote (A-Quote) und Direktvermarktungsquote (D-Quote), ohne Berücksichtigung der Almquoten

Einfärbung: prozentuelle Veränderung;

Zahlenwerte: absolute 'Veränderung in Mio kg Milch

 

Karte 1 - Veränderung der Milchquote von 1995 - 2009 nach Bezirken

 

Es zeigt sich, dass vor allem im Westen (Tirol) sowie im niederösterreichischen Most-viertel, der oberen Steiermark und Oberkärnten starke Zu- wächse in der Milchquote zu verzeichnen sind. Im Bezirk Rohrbach (Mühlviertel) findet sich der stärkste Milchquoten-zuwachs von 1995 auf das Jahr 2009. Das Wald- und Weinviertel, das Burgenland und die südliche Steiermark weisen rückläufige Quotenbestände auf.

 

Die folgenden Karten mit der Milchquote (A-Quoten [Anlieferung], D- Quoten [Direktvermarktung], A- und D-Quoten) sind dargestellt nach:

 

Bezirken

Quotendurchschnitt der Betriebe sowie

Summe der Quoten

Gemeinden

Quotendurchschnitt der Betriebe sowie

Summe der Quoten

 

Aus den Grafiken sind jeweils die Quoten mit Berücksichtigung der Almquoten ersichtlich. Zu beachten ist, dass die Almquoten nicht den Betrieben zugeordnet wurden, sondern jeweils den Gemeinden, in denen sich die Almen tatsächlich befinden. Da bei Berücksichtigung der Almbetriebe die Gesamtzahl der Betriebe in den Bezirken steigt, kann die durchschnittliche Quote je Betrieb in diesem Bezirk geriger ausfallen (aufgrund der Division durch diese höhere Gesamtbetriebsanzahl) als bei der Berechnung ohne Berücksichtigung der Almbetriebe.

 

SUMME DER MILCHQUOTEN (A- UND D-QUOTE) UND DURCHSCHNITT JE BETRIEB NACH BEZIRKEN 2009

Einfärbung: durchschnittliche Milchquote je Betrieb

Zahlenwerte: Summe der gesamten Milchquote aller Betriebe in den Bezirken in Mio. kg Milch

 

 Karte 2 - Milchquote gesamt und je Betrieb nach Bezirken im Jahr 2009 mit Berücksichtigung der Almen

 

In Oberösterreich, im westlichen Niederösterreich und Salzburg liegen die Bezirke mit den höchsten Summen an A- und D-Quote (Maximum: 153 Mio kg Milch im Bezirk Salzburg Umge-bung). Die durchschnittlich höchsten Milchquoten je Betrieb sind hingegen in den östlichen Bundesländern (südliches Niederösterreich und Südburgenland) zu finden.

 

Karte 3 - durchschnittliche Milchquote (A- und D-Quote) je Betrieb nach Gemeinden im Jahr 2009 mit Berücksichtigung der Almen

           

Im Westen Österreichs ist die Gesamtquote je Betrieb insgesamt etwas niedriger als im Osten. Vor allem in Ober- sowie Niederösterreich  und der Steiermark als auch in den Tälern des Alpenraumes finden sich durchschnittlich höhere

Milchquotenmengen je Betrieb.

 

Karte 4 - Summe der Milchquoten (A- und D-quote) aller Betriebe in den Gemeinden 2009 mit Berücksichtigung der Almen

 

Die Verteilung der Summen der gesamten Milchquoten aller Betriebe einer Gemein-

de zeigt ein ähnliches Bild wie jenes bei Betrachtung der Bezirke: vor allen in Ober-

österreich, im westlichen Niederösterreich und Salz-

burg sind jene Gemeinden mit den höchsten Summen an A- und D-Milchquote zu finden.

 

Karte 5 - durchschnittliche Anlieferungsmilchquote je Betrieb nach Gemeinden im Jahr 2009 mit Almen 

                                                                                                 

Die Verteilung der A-Quote ist ähnlich wie die Verteilung der Gesamtmilchquote, mit durchschnittlich höheren Quoten im Osten als im Westen Österreichs (mit Aus-

nahme von Talgebieten).

 

Karte 6 -Summe der Anlieferungsquoten je Gemeinde im Jahr 2009 mit Berücksichtigung der  Almen

                                                                                               

Die Gemeinden mit der höchsten A-Quote (Summe aller Betriebe in einer Ge-

meinde) liegen im Mostviertel sowie im Salzburger Flachgau. Im Weinviertel und

im Burgenland befinden sich hingegen die Gemeinden mit

den geringsten A-Quotensummen. Da Almen im Durchschnitt niedrige bis keine A-Quoten aufweisen, ist der Unterschied zwischen den beiden Karten (mit und ohne Einbezug der Almquote) gering.

 

 

Karte 7 - durchschnittliche Direktvermarktugnsmilchquote je Betrieb nach Gemeinden im Jahr 2009 mit Almen

 

Im Gegensatz zur Verteilung der A-Quoten zeigt sich nun die Verteilung der D-Quoten je Betrieb in Österreich: vor allem Gemeinden im Süden und Westen Österreichs wei-

sen hohe D-Quoten je Betrieb auf. Auch eine Reihe von Gemeinden in der Steier-

mark und Niederreichs beheimateten Betrieben mit durchschnittlich hoher D-Quote.

 

 

Karte 8 - Summe der Direktvermarktungsmilchquoten pro Gemeinde im Jahr 2009 mit Berücksichtigung der Almen

 

Die Betrachtung der Summe der D-Quote aller Betriebe einer Gemeinde zeigt, dass Gemeinden mit einer hohen Summe vor allem im alpinen Bereich im Südwesten Öster-reichs zu finden sind. Bei Be-rücksichtigung der Alm-Milch-quotenwird die Summe noch höher, da die D-Quote im Ge-gensatz zur A-Quote auf Almen von größerer Bedeutung ist.

 

Karte 9 - geografische Darstellung der Milchkuhbestände in Österreich

 

Wo sich die Betriebe mit hohen Milchkuhbeständen in Österreich befinden, zeigt die im Downloadbereich verfügbare Karte 9.

 

Größte Milchkuhbestände: Betriebe in Ober- und Niederösterreich

 

Die größenmäßige Betrachtung der Milchproduktion zeigt einige geografische Produktionsschwerpunkte in Österreich. In der Karte werden nur jene Betriebe dargestellt, die über mehr als 50 Milchkühe verfügen.

 

So kann bei dieser Betrachtung festgestellt werden, dass große Betriebe mit mehr als 100 Milchkühen vornehmlich in Ober- und Niederösterreich anzutreffen sind. Oberösterreich weist insgesamt große Milchproduktionsstrukturen auf, eine Reihe von Betrieben mit über 50 Milchkühen je Betrieb finden sich vornehmlich im Inn- und Hausruckviertel wieder. Auch in Niederösterreich sowie im Südburgenland, im Vor-    arlberger Rheintal, rund um das Klagenfurter Becken und in der Kitzbüheler Region Tirols sind sehr große Betriebe zu finden.

 

Alle Karten sind aus dem Downloadbereich ersichtlich.

 

Wohin floss die Milch in Österreich im Jahr 2009?

 

Die Milchproduktion hat in der österreichischen Landwirtschaft einen hohen Stellenwert:

  • rund 3,23 Mio t Milch werden jährlich von etwa
  • 532.000 Milchkühen auf rund
  • 40.000 Betrieben mit Milchquote

produziert (Zahlen für das Jahr 2009).

 

92 österreichische Molkerei- und Käsereibetriebe mit insgesamt 112 Betriebsstätten verarbeiten diese Milchmenge in unterschiedlichste Milchprodukte weiter.

Wie schon die Milchbilanz für das Jahr 2008 zeigt auch die Milchbilanz 2009 wieder auf, zu welchen Produkten die angelieferte Milch verarbeitet wurde und in welchem Ausmaß diese Milchmenge für den Verbrauch in Österreich und im Ausland zur Verfügung stand. Dazu wurde, in Anlehnung an die Milchbilanz der ehemaligen deutschen ZMP, eine Milchbilanz erstellt, die auf Basis der Trockenmasseanteile der Produkte errechnet wurde und zeigt, wohin die Milch im Jahr 2009 floss.

 

 

 

Abbildung  1 - Milchbilanz 2009 siehe Downloadbereich

 

 

Milchwirtschaft in Österreich 2012

Die Vieh- und Gründlandwirtschaft ist eine wichtige Säule der heimischen Landwirtschaft.

Insbesondere die Milchproduktion hat einen hohen Stellenwert.

Es werden jährlich ca. 3,38 Mio. t Rohmilch von rund 36.500 Betrieben mit einem Milchkuhbestand von rund 527.000 Stück produziert (Datenstand 2012).

Die Milchbetriebe sind nicht nur Produzenten des wertvollen Lebensmittel Milch, sondern tragen mit ihrer Arbeit zur Pflege und Erhaltung der Kulturlandschaften (Almen) bei, was wiederum für den Wirtschaftsfaktor Tourismus von hohem Stellenwert ist.

Für die Sicherung von Arbeitsplätzen sorgen die 92 österreichischen Molkerei- und Käsereibetriebe mit insgesamt 112 Betriebsstätten.

 

Die Grafik "Milchwirtschaft in Österreich 2012" liefert Daten und Fakten der österreichischen Milchwirtschaft  von der Rohmilcherzeugung über die Verarbeitung, Vermarktung und den Verbrauch.

Die Grafik ist dem Downloadbereich zu entnehmen.

 

Informationen sind auch der Broschüre "Milchwirtschaft in Österreich 2009" zu entnehmen.

 

Entwicklung Deckungsbeitrag für österreichische Milchbetriebe

Die Rentabilität der Milchproduktion ist nicht nur von der Entwicklung der Milcherzeugerpreise, sondern auch von den Kosten für die Vorleistungen abhängig.

Durch die zunehmende Deregulierung der Milchmarktordnung kommt es auch im Bereich der Milchproduktion zu stärkeren Schwankungen des Deckungsbeitrages. Von der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft wird für drei Milchbetriebstypen in Österreich die Entwicklung der Leistungen, der variablen Kosten unter Berücksichtigung der variablen Grundfutterkosten und des Deckungsbeitrages berechnet.

 

Die Darstellung erfolgt übersichtlich in Form einer Tabelle. Es stehen Aufbereitungen der wichtigsten Parameter zur Verfügung. Die Werte werden jeweils ohne MWSt in €/kg Milch und pro Standplatz ausgewiesen.

Alle Ergebnisse, auch die monatlichen Werte je Kilogramm Milch, werden als durchschnittliche Jahreswerte umgelegt.

Dadurch kann über den Zeitverlauf die Entwicklung der Rentabilität übersichtlich ab dem Jahr 2005 dargestellt werden. Die absoluten Werte für einen Biobetrieb, sowie einen durchschnittlichen und eiunen etwas intensiveren konventionellen Milchbetrieb sind daher nicht im Vordergrund der Betrachtung. Aus der Beschreibung sind die wesentlichen Kalkulationsgrundlagen der Betriebe zu entnehmen.

 

Die Ergebnisse sind unter "Rentabilität" dem Link zu entnehmen.