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UFI - Umweltförderung im Inland

Grundlage der in Österreich gewährten Umweltförderungen ist das im Jahr 1993 in Kraft getretene Umweltförderungsgesetz.

Das Umweltförderungsgesetz bezieht sich auf wirksame Maßnahmen in den Bereichen Siedlungswasserwirtschaft, Altlastensanier-ung und -sicherung, sowie die Umwelt- förderung im In- und Ausland. Seit 2003 ist auch das Joint Implementation/Clean Development Mechanism–Programm (JI/CDM) im Gesetz verankert. 

Das Programm dient dem Ankauf von Emissionsreduktions-einheiten aus JI- und CDM-Projekten. Besonders erfreulich ist die Bilanz des Jahres 2010. Im Rahmen der Umweltförderungen des Bundes wurde seit Einführung dieses Gesetzes die größte Anzahl an Projekten bewilligt. Es wurden Mittel für 5.964 Projekte genehmigt. In den Förderungsbereichen lösten die im Jahr 2010 genehmigten Förderungsansuchen mit einem Förderbarwert von 280,9 Mio. Euro ein umweltrelevantes Investitionsvolumen von 1.309 Mio. Euro aus.

 

Die Förderung

 

Im Bereich der Umweltförderung im Inland richtet das BMLFUW seine Förderungs- politik auf den Schwerpunkt Klimaschutz. Ziel ist der Schutz der Umwelt durch Vermeidung oder Verringerung von Belastungen in Form von Luftverunreinigung, klimarelevanten Gasen, Lärm und Abfällen. Die meisten Projekte wurden bei den Förderschwerpunkten Biomasse (21 %), Solaranlagen (15 %) sowie bei den betrieblichen Energiesparmaßnahmen (13 %) bewilligt. 

 

Im Jahr 2010 kamen 93 % der Förderungsmittel klimarelevanten Maßnahmen zugute. Die Umsetzung der Projekte der Umweltförderung im Inland ermöglichte eine jährliche Reduktion von 359.502 t CO2-Äquivalent. Dies entspricht einer Gesamtreduktion von 6.981.152 t CO2-Äquivalent bezogen auf die technische Nutzungsdauer der Anlagen und stellt einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung des Kyoto-Ziels dar. Im Zentrum der klimarelevanten Maßnahmen stand die Förderung von erneuerbaren Energieträgern mit einem Förderbarwert von 48,6 Mio. Euro und einem umweltrelevanten Investitionsvolumen von 298,2 Mio. Euro.

 

Das Verfahren

 

Zuständig für das gesamte Förderungsinstrument der Umweltförderung im Inland ist der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.

Er erlässt u.a. Richtlinien, setzt die Ziele der Förderungspolitik fest und entscheidet über die Gewährung der Förderung. Ihm stehen zwei Institutionen beratend und unterstützend zur Seite: zum einen die Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC) als Abwicklungsstelle und zum anderen die Kommission in Angelegenheiten der Umweltförderung im In- und Ausland. Die KPC nimmt die Förderungsansuchen entgegen, beurteilt sie und legt sie der Kommission zur Beratung vor. Diese spricht dazu ihre Empfehlungen aus. Aus Basis der Kommissionsempfehlungen entscheidet der Bundesminister über die einzelnen Ansuchen. Nach dessen Entscheidung schließt die KPC mit dem Förderungswerber einen Vertrag ab und ist auch für dessen Abwicklung verantwortlich. 

 

Erfolge

 

Um die Qualität der Umweltförderung im Inland zu gewährleisten, wird diese regelmäßig von externen Experten mehrerer Institutionen auf ihre Effizienz und ihren Förderungserfolg hin evaluiert. Insbesondere werden dabei die klimarelevanten Maßnahmen auch auf ihre Kosteneffizienz geprüft, wodurch auch Aussagen über Technologiekosten möglich sind. Durch die in den letzten Jahren umgesetzten Maßnahmen wie etwa Förderungseinstiegslimits und -höchstgrenzen, Benchmarks, neue Berechnungsverfahren etc., konnten die Kosten je eingesparter Tonne CO2 trotz steigender Preise konstant gehalten werden.

 

 

UFI – Förderungsmittel 2010

 

Fördervolumina:

Sie belaufen sich auf 90,239 Mio. Euro und zusätzlich auf den Rest des

Konjunkturpakets II für Thermische Gebäudesanierung von Betrieben -

Höhe: rund  25,6 Mio. Euro.

 

Effekt:

Der dadurch erzielte Umwelteffekt: 6,9 Mio. t  CO2-Einsparung (über Nutzungsdauer der Anlagen).

 

Entwicklung:

Die Nachfrage nach Förderungen aus der UFI liegt über den verfügbaren Förderungsmitteln.

 

Aussichten:

Förderrahmen der UFI bis 2014:  90,238 Mio. Euro p.a. + 2011 bis 2015 jeweils

100 Mio. Euro jährlich für die „Thermische Sanierungsoffensive“ im Wohnbau- und betrieblichen Bereich.

 

 

 

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