UNO beschließt globale Waldstrategie

Ambitionierte Ziele beim UN-Waldforum in New York beschlossen.

Im Jänner 2017 konnten sich alle 197 Mitgliedstaaten des UN-Waldforums (United Nations Forum on Forests) erstmals auf einen Strategischen Plan für Wälder einigen (United Nations Strategic Plan for Forests). Dieser wurde in der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 27.4.2017 angenommen. Nachhaltige Waldbewirtschaftung ist nun ein von der gesamten internationalen Staatengemeinschaft anerkanntes Ziel und erreicht dadurch hohen politischen Status.

Der Plan enthält ambitionierte strategische und operationale Ziele. Die UNO möchte die globale Waldfläche bis 2030 um 3% steigern, das entspricht 120 Millionen Hektar, und setzt sich zum Ziel, dass alle Wälder weltweit nachhaltig bewirtschaftet werden. Das UN-Waldforum hat damit eine globale Waldstrategie geschaffen, die für das gesamte UN System gilt und bewirken soll, dass alle waldrelevanten Aktivitäten, etwa auch die internationale Nachhaltigskeitsagenda, danach ausgerichtet sind.

Experteninput beim UN-Waldforum

Beim 12. UN-Waldforum im Mai 2017 wurde die Rolle des Waldes für die Erfüllung der SDGs 1 „End poverty in all its forms everywhere“, 3 „Ensure healthy lives and promote well-being for all at all ages“ und 5 „Achieve gender equality and empower all women and girls“ durch speziellen Experteninput und Podiumsdiskussionen beleuchtet und breit diskutiert. Die Ergebnisse fließen in das High Level Political Forum (HLPF) im Juli 2017 ein.

Monitoring, Assessment and Reporting

Der beim 12. UN-Waldforum gestellte Auftrag an die Waldpartnerschaft (Collaborate Partnership on Forests, CPF), ein globales Set an Indikatoren vorzulegen, ist aus österreichischer Sicht besonders wichtig. Diese sollen ermöglichen, dass der weltweite Fortschritt der nachhaltigen Waldbewirtschaftung transparent und nachvollziehbar, sowie in einem einheitlichen Format sichtbar gemacht werden kann.

Im Rahmen der SDGs sind drei Indikatoren für den Wald maßgeblich, die in dieses Set einfließen sollen:

1. Die Entwicklung der Waldfläche

2. Fortschritte in Richtung nachhaltiger Waldbewirtschaftung

3. Produktionsvolumen pro Arbeitseinheit nach land- und forstwirtschaftlicher Betriebsgrößenklasse

Die Festlegung des Berichtswesens wird bei der 13. Sitzung im Mai 2018 einen zentralen Stellenwert einnehmen, ebenso wie der Input zum HLPF. Für März 2018 ist die internationale, von CPF organisierte Konferenz "Halting Deforestation and Increasing Forest Area – from Aspiration to Action" anberaumt, welche weitere Inputs liefern soll.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.un.org/esa/forests/

 

Veröffentlicht am 12.06.2017, Waldpolitik und Waldinformation (Abteilung III/1)