Staatsprüfung für den höheren Forstdienst 2016

Die Projektarbeit stand im Zeichen der „Bewältigung eines Katastrophenereignisses und der
künftigen Ausrichtung eines 2.000 ha großen Forstbetriebes“.

Die diesjährige Staatsprüfung für den höheren Forstdienst fand vom
2. bis 5. August 2016 am Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für
Wald, Naturgefahren und Landschaft statt.

Zu dieser Akademikerstaatsprüfung traten 3 Prüfungskandidatinnen und
7 Prüfungskandidaten an.

Die Prüfungskommission bestand aus:

Vorsitzender SC. Dipl.-Ing. Gerhard MANNSBERGER (BMLFUW - Forstsektion),

Dipl.-Ing. Dr. Bertram LASSNIG (Leiter der Bezirkskammer für Land- und
Forstwirtschaft Judenburg und Murau),

Dr. Franz STAUDINGER (Leiter der Rechtsabteilung der LWK OÖ) sowie

FM. Dipl.-Ing. Hannes ÜBLAGGER (Wirtschaftsführer - Öbf-AG. - Forstbetrieb Pongau).

Projektthema

Das zu bearbeitende Projekt beinhaltete die Aufgabe, sämtliche Maßnahmen zur
Bewältigung eines Schneebruchereignisses in fast allen mittelalten Beständen der
2. und 3. Altersklasse eines 2.000 ha großen Forstbetriebes zu organisieren und zu
planen sowie auch eine Strategie für die betriebliche (Neu)Ausrichtung zu entwickeln.

Die Prüfung erfordert unterschiedlichste Qualifikationen

Die schriftliche Ausarbeitung des Projektes erfolgte an den beiden ersten Prüfungstagen, wobei die Prüfungskandidaten/innen
insgesamt 13,5 Stunden Zeit dazu hatten.

Am dritten und vierten Prüfungstag fanden die mündlichen, einstündigen Prüfungen statt.

In den ersten 10 Minuten der mündlichen Prüfungen mussten die Prüfungskandidaten/innen die wesentlichsten strategischen
Eckpunkte ihres Betriebskonzeptes präsentieren. Daran anschließend hinterfragte die Prüfungskommission die einzelnen 
Fachinhalte und prüfte auszugsweise Inhalte der in der Staatsprüfungsverordnung festgeschriebenen 5 Geschäftsbereiche.

Ergebnis - 90 % der Prüfungskandidaten/innen positiv!

In der abschließenden Konferenz wurden neun Forstwirte/innen für "befähigt" erklärt.
1 Prüfungswerber musste mit "nicht befähigt" beurteilt werden.

Resümee

Im Rahmen der Zeugnisverteilung attestierte SC. Dipl.-Ing. Gerhard MANNSBERGER den Prüfungsabsolventen zusammenfassend
eine solide Prüfungsleistung.
Die im Projektthema enthaltenen Aufgabenstellungen wurden großteils abgearbeitet, wobei oftmals praktikable Maßnahmen-
und Organisationspläne zur Bewältigung des Schadholzereignisses entwickelt wurden. Auch wurden differente Wege zur Bewirtschaftung
der Jagd, Fischerei und möglicher Freizeitnutzungen aufgezeigt sowie durchwegs realistische Ziele für die Neuausrichtung des
Forstbetriebes definiert.

Lediglich bei der Beantwortung von rechtlichen Detailfragen attestierte er eine Vielzahl von Unsicherheiten. Bei den vorgeschlagenen
Betriebskonzepten hätte er sich mehr kreative Ansätze gewünscht.

Veröffentlicht am 10.08.2016, Abteilung III/2 - Forstliche Bildung, Förderung und Forschung