Leitfaden für die Vorbereitung zur Forstlichen Staatsprüfung

Der Leitfaden stellt die Kernbereiche der 5 Geschäftsbereiche, welche bei
der Prüfung als Mindestmaß unbedingt verlangt werden, dar.

Steuerungsgruppe

Basierend auf die Ergebnisse der Evaluierung der Modul- und Prüfungsveranstaltungen der beiden vergangenen Jahre hat die Steuerungsgruppe der Staatsprüfung für den leitenden Forstdienst die Entwicklung eines Leitfadens für die Vorbereitung zur Forstlichen Staatsprüfung veranlasst.

Ziele der Staatsprüfung

Das Ziel der Staatsprüfung für den leitenden Forstdienst ist, das grundausgebildete Personal (Forstassistenten/innen und Forstadjunkten/innen) praxisrelevant weiterzubilden und an die zukünftige Leitung eines Forstbetriebes heranzuführen.

Insbesondere sollen in der vorgeschriebenen zweijährigen Berufstätigkeit das angeeignete Wissen in der Praxis angewendet werden, die spezifische Fortbildung initiiert, die Verantwortungsbereitschaft gefördert, die Eigeninitiative gestärkt, das vernetzte Denken angeregt sowie die Prinzipien des wirtschaftlichen Handelns vertieft werden.

Prüfung

Die Prüfung soll anhand einer praxisrelevanten Fragestellung (Projektthema) zeigen, dass der Kandidat/die Kandidatin zum Führen eines Forstbetriebes geeignet ist!

Der Kandidat/die Kandidatin soll in der Lage sein, innerhalb einer vorgegebenen Bearbeitungszeit selbstständig

  • eine vorgegebene forstliche oder forstbetriebliche Situation / ein Problem zu analysieren,
  • Erhebungen durch zu führen und/oder erhobene bzw. zur Verfügung gestellte Daten auszuwerten,
  • unter Anwendung des angeeigneten Wissens verschiedenste Einzelfragen in den einzelnen Geschäftsfeldern zu beantworten,
  • Konzepte von unterschiedlichen Betriebsabläufen zu erstellen,
  • deren Umsetzung zu konzipieren und
  • darzustellen, welche ökologischen, technischen, rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte dabei zu berücksichtigen sind.

Insgesamt ist eine vernetze Problemlösungsstrategie zu entwickeln!
Dabei sind

  • deren Gesamtauswirkung auf den Forstbetrieb einzuschätzen,
  • die wesentlichen Inhalte der vorgeschlagenen Strategie zu präsentieren,
  • die getroffenen Entscheidungen zu begründen und
  • die vorgeschlagenen Konzepte zu diskutieren.

Der Leitfaden für die Vorbereitung

Der Leitfaden stellt in den in der Anlage 1 der Staatsprüfungsverordnung BGBl.Nr. 69/2007 umschriebenen 5 Geschäftsbereichen jeweils die

  • Kernbereiche, das sind jene Wissensinhalte, Fertigkeiten und Fähigkeiten, welche bei der Prüfung als Mindestmaß unbedingt verlangt werden,

dar.

In den Rechtsmaterien muss der Kandidat/ die Kandidatin jeweils die forstlich relevanten Grundzüge (Gebote, Verbote) wissen, über die andere Themen der Rechtsmaterien einen Überblick haben, die Auswirkungen der Rechtsvorschriften auf den Forstbetrieb einschätzen, den Eigentümer über Rechtsschritte beraten und mit den zuständigen Behörden kommunizieren können.
Die die forstliche Produktion betreffenden Rechtsmaterien (Forstgesetz, Jagdgesetz, Naturschutzrecht …) müssen jedenfalls detailliert gekonnt werden.

Veröffentlicht am 14.01.2016, Forstliche Bildung, Förderung und Forschung (Abteilung III/2)