Der Wald als Klimaschützer

Wälder speichern enorme Mengen an Kohlenstoff. Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ist der Schlüssel zur Einsparung von CO2-Emissionen.

Holz besteht zu rund 50 Prozent aus Kohlenstoff (C). Dieser Kohlenstoff stammt aus der Atmosphäre und wird von den Bäumen in Form von Kohlendioxid (CO2) aufgenommen. Österreichs Wald speichert auf einer Fläche von vier Millionen Hektar (47,6 % der Fläche Österreichs) circa 985 Millionen Tonnen Kohlenstoff in der Biomasse und im Boden. Verbleiben abgestorbene Bäume im Wald, so wird ihr Holz von Mikroorganismen zersetzt und der im Holz gebundene Kohlenstoff wieder als CO2 an die Atmosphäre zurückgegeben.

Durch Waldwirtschaft wird diese Bilanz verbessert, denn Kohlenstoff, der im geernteten Holz gespeichert ist, gelangt durch die Verwendung von langlebigen Holzprodukten nicht wieder in die Atmosphäre. Zudem unterstützt ein artenreicher Wald mit einer Vielfalt an Bodenlebewesen, die langfristige Bindung des Kohlenstoffs im Waldboden. Der Artenreichtum in Flora und Fauna erhöht seine Stabilität und damit seine Widerstandsfähigkeit bei Naturkatastrophen oder Schädlingsbefall.

Holzverwendung verringert CO2-Emissionen

Die CO2-Speicherkapazität eines Waldes steigt mit seinem Alter, jedoch ist sie begrenzt, da sich die Gefahren für Krankheiten, Insektenbefall und Sturmschäden ebenfalls erhöhen. Bäume sterben und brechen zusammen, und geben so wieder CO2 an die Atmosphäre ab. Bei einer energetischen Nutzung des Holzes als Brennstoff wird das CO2 genauso an die Atmosphäre abgegeben, im Holzerzeugnis aber wird es gespeichert, solange das Produkt in Verwendung ist. So stecken in den Möbeln eines durchschnittlichen Haushalts in Österreich circa 1.000 Kilogramm Kohlenstoff. Der größte Beitrag liegt jedoch darin, dass Holz andere Bau- und Brennstoffe ersetzen kann. Da die Emissionen, die bei der Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Holzmaterialien entstehen, niedriger sind als jene CO2-Emissionen, die beim Einsatz und bei der Herstellung beispielsweise von Beton und Stahl anfallen, können dadurch beträchtliche Emissions-Mengen vermieden werden.

Veröffentlicht am 20.10.2016, Öffentlichkeitsarbeit Forst