Meilenstein für land- und forstwirtschaftliche Schulen

Mit 12. Juli 2016 ist das Schulrechtsänderungsgesetz 2016 in Kraft getreten, auf Basis dessen das land- und forstwirtschaftliche Schulwesen ambitioniert weiterentwickelt werden kann.

Schulrechtsänderungsgesetz legt Grundstein für zukunftsorientierte Ausbildung

In Tirol entsteht ein regionales Bildungszentrum, die Ausbildung im Forstbereich wird nachhaltig modernisiert. "Die Grundlage einer starken, wettbewerbsfähigen Land- und Forstwirtschaft ist eine professionelle, zukunftsorientierte Ausbildung. Dafür haben wir nun einen wichtigen Meilenstein gesetzt", betont Bundesminister Andrä Rupprechter.

Das "Alpenländische Bildungs- und Forschungszentrum Tirol (ABFT)" entsteht durch die Zusammenlegung der Höheren Bundeslehranstalt (HBLA) Kematen und der Bundesanstalt für alpenländische Milchwirtschaft Rotholz. Forschung, Lehre und Praxis werden eng kooperieren. Ebenso werden Bundes- und Landeseinrichtungen in Form eines Bildungsclusters zusammenarbeiten. "Dieses Modell ist einzigartig und vollkommen neu in Österreich. Ein modernes Bildungszentrum setzt starke Impulse für Tirol und hilft uns, die heimische Landwirtschaft optimal auf die ständig steigenden Anforderungen einzustellen", so der Minister.

Forstgesetz-Novelle: Zweijährige Forstfachausbildung

Mit einer Novelle zum Forstgesetz wird zudem eine modernisierte zweijährige Forstfachausbildung mit starker Praxisorientierung geschaffen. Sie ist maßgeschneidert für professionelle, engagierte Forstwarte, die sich mit der neuen Ausbildung den vielseitigen Aufgaben als kompetente "Manager des ländlichen Raumes" stellen können. Das neue Schulungsprogramm startet ab dem Schuljahr 2017/18 an der Forstfachschule Waidhofen/Ybbs. Das geplante "Forstliche Bildungszentrum" ist europaweit einzigartig und soll Synergien zwischen Bildung und Forschung nutzen, um diese Schulform noch effizienter und kostengünstiger anbieten zu können.

Veröffentlicht am 13.07.2016, Forstliche Rechtspolitik und Legistik (Abteilung III/3)