Holzeinschlag 2016 leicht gesunken, Schadholzanteil stark gefallen

Laut offizieller Holzeinschlagsmeldung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft wurden im Jahr 2016 im österreichischen Wald 16,76 Millionen Erntefestmeter ohne Rinde genutzt. Der Holzeinschlag ist damit um rund 786.000 Erntefestmeter gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Der Schadholzanteil fiel um fast 28 Prozent auf 5,4 Millionen Erntefestmeter. Die vorbeugenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers zeigten Wirkung.

Im Jahr 2016 betrug die Holznutzung im österreichischen Wald 16,76 Millionen Erntefestmeter ohne Rinde (Mio. Efm o. R.). Sie liegt damit um 4,48% unter dem Vorjahreswert (17,55 Mio. Efm o. R.), um 3,45% unter dem fünfjährigen Durchschnitt (5-Ø; 2012-2016; 17,36 Mio. Efm o. R.) und um 8,49% unter dem zehnjährigen Durchschnitt (10-Ø; 2007-2016; 18,32 Mio. Efm o. R.). Aufgrund befürchteter bzw. prognostizierter Borkenkäferkalamitäten agierten die WaldbesitzerInnen zurückhaltend bei der regulären Nutzung. Dass die Schadholzmengen schließlich doch geringer ausfielen schlug sich auf den Gesamteinschlag nieder.

Die Kleinwaldbesitzer (Waldfläche unter 200 ha) schlugen mit 9,64 Mio. Efm o. R. um 3,74% weniger als im Jahr 2015 ein. Der Anteil des Kleinwaldes am Gesamteinschlag betrug 57,50%.

Im Großwald (Waldfläche ab 200 ha, ohne Österreichische Bundesforste AG) reduzierte sich der Gesamteinschlag gegenüber dem Erhebungsjahr 2015 um 6,46% auf 5,52 Mio. Efm o. R. Der Anteil am Gesamteinschlag lag bei 32,95%.

Die Österreichische Bundesforste AG verringerte den Einschlag um 1,88% auf 1,60 Mio. Efm o. R. Der Anteil der Bundesforste am Gesamteinschlag betrug 9,55%.

Mit insgesamt 5,36 Mio. Efm o. R. – einem Anteil von 32,0% – fiel um 27,86% weniger Schadholz als im Vorjahr an. Im Vergleich mit den langjährigen Durchschnitten zeigt sich, dass der Schadholzanfall im Jahr 2016 um 10,90% über dem 5-Ø (4,83 Mio. Efm o. R.) und um 16,60% unter dem 10-Ø (6,42 Mio. Efm o. R.) lag. Die Maßnahmen des Borkenkäferbekämpfungsprogrammes von Bundesminister Rupprechter zeigten somit Wirkung.

27% des Einschlages entfielen auf Holz zur energetischen Nutzung (Brennholz und Waldhackgut), der Anteil des Sägerundholzes betrug 54%, jener des Industrierundholzes 19%. Ein Rückgang beim Holz zur energetischen Nutzung (-8%) wurde teilweise durch ein Mehraufkommen beim Industrieholz (+3%) kompensiert.

Der Anteil des Nadelholzes am Gesamteinschlag betrug 2016 83%, jener des Laubholzes 17%.

Veröffentlicht am 09.05.2017, Waldpolitik und Waldinformation (Abteilung III/1)