Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft

Der Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft wird jährlich an zehn vorbildliche Waldbauern Österreichweit vergeben.

Der Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft wurde 1994 erstmals an zehn österreichische Waldbauern vergeben.


Ziel dieser Aktion ist, die vielfältigen Möglichkeiten, aus dem Wald naturverträglichen wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen, aufzuzeigen, das Selbstverständnis der Waldbauern zu stärken und den Stellenwert der bäuerlichen Waldwirtschaft zu erhöhen. Das angepeilte Ziel soll dadurch erreicht werden, dass gute Ideen, besondere Leistungen und Kreativität der Bauern hinsichtlich ihrer Waldwirtschaft besonders hervorgehoben und bekannt gemacht werden, um andere anzuregen.
Ausgezeichnet werden private forstwirtschaftliche Einzelbetriebe oder Gemeinschaften und seit dem Jahr 2000 auch Kooperationen. Das Schwergewicht liegt beim bäuerlichen Kleinwald, größere Betriebe sind jedoch nicht ausgeschlossen. Der Kooperationspreis soll speziell Beispiele erfolgreicher forstlicher Gemeinschaften hervorheben, die im Idealfall auch Kooperationen mit Betrieben außerhalb der Forstwirtschaft eingehen.

Ausgezeichnet wird für besonders beispielhafte Waldwirtschaft im Hinblick auf

  • Kreativität
  • Findigkeit,
  • Unternehmergeist
  • ökologieorientierte Produktion sowie
  • wirtschaftliche Optimierung

bei der Nutzung und/oder Vermarktung der Ressource Wald.

Ausgezeichnet werden besondere Projekte in den Bereichen

  • Waldbau und Waldnutzung,
  • Vermarktung von Holz und anderen Produkten
  • Anbieten und Erweiterung von forstlichen Dienstleistungen.

Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Die Landeslandwirtschaftskammern und die Landesforstdirektionen bzw. Landesforstinspektionen reichen einen gemeinsamen Vorschlag von mindestens 2 Einzelkandidaten  je Bundesland ein. Die Land&Forst Betriebe Österreichs reichen mindestens 2 Großbetriebe ein.

Die Einreichung ist aus organisatorischen Gründen nur über diese Stellen möglich.

Gleichzeitig wird in Agrarmedien auf den Wettbewerb hingewiesen, um jedem österreichischen Waldbauern die Teilnahme zu ermöglichen.

Eine vom Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft nominierte Jury wählt aus den vorgeschlagenen Kandidaten 10 Beispiele für die Auszeichnung aus.

Die Jury setzt sich wie folgt zusammen:
Vorsitz: Sektionsleiter Dipl.-Ing. Gerhard MANNSBERGER
            (Sektion für Forstwesen im Lebensministerium)

Mitglieder:
Dipl.-Ing. Dr. Hubert KAMMERLANDER (Landesforstdirektor i.R. von Tirol)
Dipl.-Ing. Dr. Peter KAR  (Forstdirektor i.R. der Landwirtschaftskammer für Ober-österreich)
Egidius PETZ (Waldbauer und Träger des Innovationspreises für Forstwirtschaft)
Dipl.-Ing. Wolfgang JIRIKOWSKI (Leiter der Forstlichen Ausbildungsstätte Ort)
Dipl.-Ing. Rudolf ROSENSTATTER (Obmann des Bundeswaldbauernverbandes)
Dipl.-Ing. Felix MONTECUCCOLI  (Präsident Land&Forst Betriebe Österreichs) 
Dipl.-Ing. Martin HÖBARTH (Landwirtschaftskammer Österreichs)

Die Staatspreisverleihung für beispielhafte Waldwirtschaft findet abwechselnd in den Bundesländern statt. Nachfolgend die letzten Jahre:

13. September 2013 in der Landwirtschaftskammer NÖ, St. Pölten

21. September 2012 in Hittisau, Vorarlberg
08. Oktober 2010 im Münster Neuberg/Steiermark
09. Oktober 2009 im Kulturzentrum in Oberschützen/Burgenland
26. September 2008 im Impulszentrum Heffterhof in Salzburg/Salzburg
16. November 2007 im Congresspark Igls/Tirol
07. September 2006 in der Landwirtschaftskammer NÖ in St. Pölten/NÖ
28. September 2005 im Casineum Velden am Wörthersee/Kärnten
12. Mai 2004 in Gunskirchen bei Wels/Oberösterreich
09. Mai 2003 im Heffterhof in Salzburg/Salzburg

Mehr Informationen zum Staatspreis und zu den Staatspreisträgern finden Sie unter Downloads. Die Staatspreiszeitung wurde in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Forstzeitung erstellt .

Veröffentlicht am 22.11.2014, Abteilung III/1 - Waldpolitik und Waldinformation