Steiermark: Startschuss für ein Flächenwirtschaftliches Projekt in Knittelfeld

Anfang Mai fand der Spatenstich für ein Projekt der Wildbach- und Lawinenverbauung am Heimfahrtsbach statt.

Der Heimfahrtsbach

Der Heimfahrtsbach stellt in der Murtaler Gemeinde Knittelfeld ein hohes Risiko für den Siedlungsbereich am Schwemmkegel dar und birgt bereits bei kleiner Belastung ein großes Gefahrenpotential durch Überflutungen und mitgeführtes Material, wie Steine, Schlamm und Holz. Der Siedlungsraum am Schwemmkegel sowie die Lobmingerstraße sind besonders betroffen. Insgesamt liegen 22 Wohnhäuser innerhalb der Roten und Gelben Gefahrenzone des Heimfahrtsbaches. In den 1960er Jahren errichtete Verbauungsmaßnahmen sind sanierungsbedürftig und unzureichend.

Startschuss

Am 5. Mai 2017 fand im Beisein von Landesrat Johann Seitinger und unter Anwesenheit des Landesforstdirektors Michael Luidold der Spatenstich für die 1,6 Millionen Euro teure Verbauung der Wildbach- und Lawinenverbauung statt. Das Projekt sieht von 2016 bis 2018 die Sanierung und den teilweisen Ausbau der bestehenden Unterlaufregulierung sowie bis 2045 Flächenwirtschaftliche Maßnahmen vor. Das sind Forstliche Maßnahmen zur Erhöhung der Schutzwirkung des Waldes und Konsolidierung des Hauptbaches und der Zubringerbäche unterstützt durch einfache und doppelwandige Steinkästen.

Die Gesamtkosten von 1,6 Millionen Euro werden von Bund (58 %), Land Steiermark (17 %), Stadtgemeinde Knittelfeld (20,5 %), Landesstraßenverwaltung (3,5 %) und Gemeinde Großlobming (1,0 %) finanziert.

Mit der Umsetzung dieser Verbauungsmaßnahmen soll der Schutz des Siedlungsraumes und der Landesstraße gewährleistet sowie eine Reduktion der Gefahrenzonen bzw. eine Gefahrenfreistellung bis zur Größe eines Bemessungsereignisses erreicht werden.

Veröffentlicht am 26.05.2017, Wildbach- und Lawinenverbauung (Abteilung III/5)