Steiermark: Die Wildbach- und Lawinenverbauung beim Iristag

Rechtzeitig zur Blüte der Sibirischen Schwertlilie (Iris sibirica) fand auch heuer wieder der IRIS-Forschungs- und Erlebnistag statt. Rund 220 Schülerinnen und Schüler aus dem Bezirk Liezen erforschten beim vierten IRIS-Tag am 24. Mai heimische Lebensräume und ihre Artenvielfalt, Naturgefahren am Fuße des Grimmings, den eigenen ökologischen Fußabdruck sowie die geologische Entstehung des Steirischen Ennstals.

Großes Interesse

Trotz schlechter Wetterprognose war der Ansturm bei den bereits zum vierten Mal stattfindenden „IRIS-Tagen“ enorm. Den rund 220 Schülerinnen und Schülern von insgesamt sechs Schulen aus der Umgebung konnte ein abwechslungsreiches und spannendes Programm mit Forschungs- und Erlebnisstationen geboten werden.

Geforscht wurde auf den Trautenfelser Naturschutzflächen des Naturschutzbundes, auf den Moarhofwiesen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein, beim Schloss Trautenfels und in Niederstuttern. Die Trautenfelser Naturschutzflächen mit ihren Iriswiesen präsentierten sich in ihrem prächtigsten Kleid, da gerade die Schwertlilie und die Narzissen gleichzeitig in voller Blüte stehen.

Die WLV

Am Niederstutternbach, der im Zuge eines Schutzprojektes durch die Wildbach- und Lawinenverbauung gesichert wurde, wurde den Schülerinnen und Schülern im Rahmen von mehreren Stationen entlang des Baches das Thema „Hochwasserschutz und Naturgefahren am Fuße des Grimmings“ nähergebracht.

Ein Lawinenablenkdamm hat hier bereits mehrmals größere Schäden verhindert. Anhand von Lawinenfotos wurde auch das Thema Gefahrenzonenplan erklärt. Der naturnahen Ausbau des Gerinnes hat nicht nur die Sicherheit massiv erhöht, sondern auch der Lebensraum Bach mit der Anbindung an die Enns wesentlich verbessert. Gemeinsam mit den Schülern wurde eine Liste der zahlreichen Lebewesen im Bach erarbeitet. Besonders beliebt bei den Schülern war das Steinschlagmodell, bei dem die Wirkung des Schutzwaldes und von Steinschlagschutzbauten spielerisch erfahrbar gemacht werden kann.

Trautenfels

Beim Schloss Trautenfels konnte die Ausstellung „Landschaft in Bewegung – Geologische Entstehung des Ennstals“ besucht werden und gleichzeitig war dort auch der Info-Bus des Nationalpark Gesäuse zum Thema „Ökologischer Fußabdruck“ stationiert.

Auf den Trautenfelser Naturschutzflächen und Moarhofwiesen standen die Themen Natur- und Artenschutz sowie der Boden im Zentrum. So erfuhren die SchülerInnen an fünf Stationen allerlei Interessantes zur Wiese und ihren Bewohnern, zur Vogelwelt, den Amphibien und Reptilien sowie weiteren Tieren in und am Wasser, die auf den Trautenfelser Naturschutzflächen vorkommen. Ausgerüstet mit Keschern, Becherlupen und Mikroskopen konnten die jungen NaturforscherInnen auch selbst experimentieren und die Natur erforschen. Auch eine gesunde Jause durfte hier natürlich nicht fehlen.

Kooperation und Organisation

Der IRIS-Tag wurde von dem Naturschutzbund Steiermark Bezirksstelle Ennstal-Ausseerland und der HBLFA Raumberg-Gumpenstein gemeinsam mit den Kooperationspartnern Wildbach- und Lawinenverbauung, Schloss Trautenfels und Nationalpark Gesäuse organisiert. Die Kooperationspartner des IRIS-Tages ergänzten sich perfekt mit ihrem Programm und boten den Schülern und Schülerinnen ein Freiluftklassenzimmer mit spannenden Themen und aktiven Elementen. Die IRIS-Tage tragen zur Bewusstseinsbildung bei, um unsere wertvollen Lebensräume sowie Pflanzen- und Tierarten zu schützen.

Veröffentlicht am 06.06.2017, Wildbach- und Lawinenverbauung (Abteilung III/5)