Salzburg: Schutzbauwerke der Wildbach- und Lawinenerbauung verhinderten große Schäden im Pinzgau

Am 9. Juli 2017 gingen in weiten Teilen Österreichs heftige Gewitter nieder. So auch über dem Lengdorfergraben in der Salzburger Gemeinde Niedernsill im Pinzgau. Starkregen führte zu murartigen Ereignissen, die jedoch durch die vorhandenen Schutzbauwerke der Wildbach- und Lawinenverbauung keine größeren Schäden in der Ortschaft anrichteten.

Heftige Unwetter

Am Sonntag, den 9. Juli entlud sich ein heftiges Unwetter im Pinzgau. Starkregen, Blitz und Donner wüteten über dem Lengdorfergraben in der Gemeinde Niedernsill. Ausgelöst durch starken Regen mit Hagel bahnten sich Muren mit großen Mengen an Geröll und Wildholz ihren Weg ins Tal. Die vorhandenen Schutzbauten konnten die Muren abbremsen und die in die Niederungen abtransportierten Geröllmassen und das mitgeführte Wildholz zurückhalten.

Effektiver Schutz

Durch die effektive Wirkung der Schutzmaßnahmen konnten große Schäden im darunterliegenden Siedlungsgebiet verhindert werden. Die Bauwerke der Wildbach- und Lawinenverbauung im Lengdorfergraben schützen rund 200 Objekte, darunter Einfamilienhäuser, Bauernhöfe, Gewerbeobjekte und wichtige Infrastruktureinrichtungen vor Naturgefahren.

Einleitung von Sofortmaßnahmen

Nach dem Ereignis wurden umgehend Sofortmaßnahmen durch die Wildbach- und Lawinenverbauung eingeleitet und die Geschieberückhaltebecken im Lengdorfergraben werden so schnell wie möglich geräumt. Dies ist unbedingt notwendig, damit die Schutzbauwerke bei weiteren Unwettern ihre volle Funktion erfüllen können.

Veröffentlicht am 12.07.2017, Wildbach- und Lawinenverbauung (Abteilung III/5)