Treffen der österreichischen Plattform zur Reduktion des Katastrophenrisikos in Wien

Am 26. September fand in Wien das Herbstreffen der österreichischen Plattform zur Reduktion des Katastrophenrisikos unter Vorsitz von Michael Staudinger (Direktor der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) statt.

Die ISDR - International Strategy for Disaster Reduction der Vereinten Nationen

Die Internationale Strategie zur Katastrophenvorsorge (ISDR) der Vereinten Nationen fördert die Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften gegenüber Katastrophen, indem das Bewusstsein für Katastrophenvorsorge gesteigert wird. Ziel ist es, Schäden und Verluste durch Naturgefahren und daraus resultierende Ereignisse welche eine Katastrophe weiter verschlimmern würden, zu verringern.

Als Grundpfeiler der Strategie dient unter anderem auch der Sendai Rahmenplan. Der „Sendai-Rahmenplan zur Risikoreduzierung von Naturkatastrophen 2015-2030“, der anlässlich der 3. World Conference on Disaster Risk Reduction (WCDRR-III) in Sendai, Japan, 2015 verabschiedet wurde definiert als wesentliches Ziel das „vorausschauende Risikomanagement von Naturgefahren“ im Sinne der Katastrophenvorsorge.

Die österreichische Plattform

Die österreichische Plattform hat es sich zum Ziel gesetzt die Kooperation und Zusammenarbeit zur Katastrophenprävention in Österreich zu harmonisieren und effizient zu gestalten. Basis ist der Sendai Rahmenplan zur Naturgefahrenprävention aus dem Jahr 2015. Die Mitglieder wie z.B. BMI, BMF, BMLFUW, Statistik Austria, die Geologische Bundesanstalt, Gemeinde- und Städtebund, Rotes Kreuz, Vertreter und Vertreterinnen aus den Landesregierungen etc. trafen sich im September um das Aktionsprogramm zu definieren.

In großer Runde wurde der Aktionsplan der österreichischen Plattform besprochen. Das Maßnahmenpaket umfasst:

  • die Erhöhung des Verständnisses für Katastrophenrisiko
  • die Stärkung der Katastrophenrisiko Governance, um Katastrophenrisiken zu managen
  • Investitionen in die Katastrophenrisikominderung zur Erhöhung der Resilienz
  • Verbesserung der Katastrophenvorsorge für effektive Bewältigung und Wiederherstellung
Veröffentlicht am 27.09.2017, Wildbach- und Lawinenverbauung (Abteilung III/5)