Tirol: Internationale Lawinenexperten in Galtür - Symposium der Wildbach- und Lawinenverbauung

Die Wildbach- und Lawinenverbauung veranstaltete vom 27. bis 28. April 2017 ein zweitätiges Symposium zum Thema "Zukunftsvisionen im Lawinenschutz". Dazu eingeladen waren hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker aus knapp zehn Nationen. Wohl nicht besser passend, fand die Veranstaltung im Alpinarium in Galtür statt.

Internationales Publikum

Ob Lawinenschutz im Allgemeinen, Klimawandel oder der Umgang mit Risiko - das Programm beim Symposium am 27. April war vielfältig und weitschichtig. So auch das Podium und Publikum: Fast 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus acht Nationen folgten der Einladung der Wildbach- und Lawinenverbauung Österreich.

Zukunftsvisionen im Lawinenschutz

Siegfried Sauermoser, Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung Tirol, eröffnete die internationale Fachtagung unter dem Motto "Zukunftsvisionen im Lawinenschutz". Im Laufe des Tages referierten Forscherinnen und Forscher aus der Schweiz, Island, Norwegen, Italien, Frankreich und Österreich über die Herausforderungen im Lawinenschutz aus wissenschaftlicher Sicht. Ebenfalls wurde auf den Schutzwald eingegangen. Forscherinnen und Forscher  sowie Praktikerinnen und Praktiker diskutierten über die Wichtigkeit des Waldes und mögliche Problemstellungen aufgrund der sich ändernden Umweltbedingungen. Welche Auswirkungen der Klimawandel und häufigere Regenfälle im Winter auf die Gefahren durch Lawinen haben erklärten die Kollegen ebenso.

Exkursion

Am Freitag fand eine abschließende Exkursion statt. Bei dieser wurden das Paznauntal und die dort eingesetzten Methoden des Lawinenschutzes vorgestellt und diskutiert. Das Symposium förderte den internationalen Austausch in Sachen Lawinenforschung. Die Tagung lies neue Sichtweisen gewinnen und sprach zukunftsweisende Herausforderungen an.

Veröffentlicht am 11.05.2017, Wildbach- und Lawinenverbauung (Abteilung III/5)