Unterzeichnung des Memorandum of Cooperation zwischen Japan und Österreich

Am 18. Mai 2017 kam eine Delegation mit hochrangigen Vertretern der japanischen Wildbach- und Lawinenverbauung (SABO), sowie der Universität Niigata zu einem dreitägigen Besuch in das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft sowie zur Wildbach- und Lawinenverbauung Österreich.

Memorandum of Cooperation

Das Kooperationsabkommen im Feld des sedimentbezogenen Naturgefahrenrisiko-Managements zwischen Japan und Österreich wurde am ersten Tag von Sektionschef Gerhard Mannsberger sowie Generaldirektor Koji Nishiyama vom Ministry of Land, Infrastructure, Transport and Tourism unterzeichnet.

Da solche Kooperationen stark durch fachlichen Wissensaustausch geprägt sind wurde für den Nachmittag desselben Tages eine Konferenz organisiert. Nach interessanten Vorträgen und Diskussionen wurden die japanischen Gäste durch die Wiener Innenstadt geführt.

Exkursion

Die beiden nächsten Tage führten die Delegation im Zeichen des Schutzes vor Naturgefahren durch Niederösterreich, Oberösterreich und die Steiermark. Die Besichtigung der mobilen Hochwasserschutzanlagen in Spitz an der Donau war die erste Station der praxisorientierten Programmpunkte. Weiters stand eine Besichtigung der Gebietsbauleitung Melk der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie des kulturträchtigen Stift Melk am Programm.

Danach führte die Exkursion an den Gschliefgraben nahe Gmunden in Oberösterreich, welcher eine großflächige Rutschung nördlich des Traunsteins ist und vorbildlich den Umgang und das Monitoring von Rutschungen in Österreich aufzeigt. Danach ging es für die japanischen Vertreter weiter Richtung Hallstatt.

Am Samstag ging es nach einem Naturgefahren Rundgang in der Stadt Hallstatt, welche im Juni 2013 von einem starken Hochwasser-Ereignis betroffen war, weiter ins Paltental in der Steiermark, wo Einblicke und Maßnahmen zum Murereignis 2012 in St. Lorenzen gezeigt wurden. Auch das Hochwasser Retentionsbecken auf der Kaiserau wurde den japanischen Gästen präsentiert.

Zukünftige Zusammenarbeit

Zukünftig freuen sich die SABO und die Wildbach- und Lawinenverbauung Österreich weiterhin Expertenwissen und Technologie im Naturgefahrenmanagement auszutauschen sowie weiter auszubauen, beispielsweise auf den Gebieten Gefahrenzonenplanung, Beständigkeit von Schutzbauwerken, integrale Einzugsgebietsbewirtschaftung und Risiko Governance.

Veröffentlicht am 24.05.2017, Wildbach- und Lawinenverbauung (Abteilung III/5)