700 zertifizierte Unternehmen senken F-Gas-Emissionen

Zu Beginn 2016 konnte das BMLFUW das siebenhundertste österreichische Unternehmen, das mit fluorierten Treibhausgasen arbeitet, zertifizieren.

Solche Unternehmenszertifikate werden nur vergeben, wenn zertifizierte Personen die Arbeiten an Einrichtungen mit F-Gasen durchführen. Die Unternehmenszertifizierung bildet gemeinsam mit Verwendungsbeschränkungen und der stufenweisen Einschränkung der Herstellung einen wesentlichen Baustein, der zu starken Emissionsminderungen dieser Treibhausgase führen soll. Eine wesentliche Komponente ist die adäquate Ausbildung des Personals, das mit der Installation und Wartung vor allem von Kälte- und Klimaanlagen befasst ist. Dies wird durch Zertifikate abgesichert, die nach klar definierten Kriterien vergeben werden.

Fluorierte Treibhausgase (F-Gase) wurden ab den 1990er Jahren als Ersatzstoffe für Ozonschicht schädigende Kältemittel (FCKW) eingeführt und sind in der EU seit 2006 durch gesetzliche Maßnahmen geregelt, um Emissionen aus Geräten und Anlagen zu verringern. Eingesetzt werden sie vor allem als Kältemittel in Kälte- und Klimaanlagen sowie Wärmepumpen, als Löschmittel in Brandschutzeinrichtungen und zur Herstellung von Isolierschaumstoffen.

In Österreich ist ein hohes Ausbildungsniveau beim Umgang mit fluorierten Treibhausgasen gesichert. Dadurch werden in Zukunft Innovationen in den betroffenen Sektoren für die Verwendung und Entwicklung von umweltverträglicheren Alternativen vorangetrieben. Verantwortungsvoller Umgang und die kompetente Wartung von Anlagen führen dazu, dass Emissionen stabil gehalten bzw. in den kommenden Jahren gesenkt werden können.

Veröffentlicht am 19.03.2015, Abteilung V/5 - Chemiepolitik und Biozide