Unternehmenszertifizierung für den Umgang mit fluorierten Treibhausgasen (F-Gase)

Mit August 2017 haben bereits mehr als 900 österreichische Unternehmen, die mit fluorierten Treibhausgasen (F-Gasen) arbeiten, vom BMLFUW ein Zertifikat erhalten

Auf Grund des geltenden EU-Rechts (Verordnung (EU) Nr. 517/2014 samt Durchführungs­verordnungen) dürfen bestimmte Arbeiten an Kälte- und Klimaanlagen sowie Wärmepumpen nur von zertifiziertem Personal und zertifizierten Unternehmen durch­geführt werden. Voraussetzung für die Vergabe eines Unternehmenszertifikates ist die Beschäftigung einer oder mehrerer zertifizierter Personen im Betrieb. Die Unternehmens­zertifizierung bildet gemeinsam mit Verwendungsbeschränkungen und der stufenweisen Einschränkung der Herstellung einen wesentlichen Baustein, der zu starken Emissions­minderungen dieser Treibhausgase führen soll. Eine wesentliche Komponente ist die adäquate Ausbildung des Personals, das mit der Installation und Wartung vor allem von Kälte- und Klimaanlagen befasst ist. Dies wird durch Personenzerti­fikate abgesichert, die nach klar definierten Kriterien von den zuständigen Innungen der WKO vergeben werden.

Fluorierte Treibhausgase (F-Gase) wurden ab den 1990er Jahren als Ersatzstoffe für Ozonschicht schädigende Kältemittel (FCKW) eingeführt und sind in der EU seit 2006 durch gesetzliche Maßnahmen geregelt, um Emissionen aus Geräten und Anlagen zu verringern. Eingesetzt werden sie vor allem als Kältemittel in Kälte- und Klimaanlagen sowie Wärmepumpen, als Löschmittel in Brandschutzeinrichtungen und zur Herstellung von Isolierschaumstoffen.

In Österreich ist ein hohes Ausbildungsniveau beim Umgang mit fluorierten Treibhausgasen gesichert. Dadurch werden in Zukunft Innovationen in den betroffenen Sektoren für die Verwendung und Entwicklung von umweltverträglicheren Alternativen vorangetrieben. Verantwortungsvoller Umgang und die kompetente Wartung von Anlagen führen dazu, dass Emissionen stabil gehalten bzw. in den kommenden Jahren gesenkt werden können.

Veröffentlicht am 22.08.2017, Abteilung V/5 - Chemiepolitik und Biozide