Neue Märkte in Südkorea und China erobern

Die Reise von Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter nach China und Südkorea ist der Auftakt einer neuen Kampagne der Exportinitiative für Lebensmittel, Agrarprodukte und Umwelttechnologie.

 

Exportinitiative Umwelttechnologien in Südkorea

Große Chancen sieht Bundesminister Rupprechter in Südkorea im Bereich der Umwelttechnologie. Mehrere renommierte österreichische Unternehmen nahmen diese Woche am österreichischen Umweltsymposium im Rahmen dieser gemeinsamen Initiative von BMLFUW und Wirtschaftskammer teil. Gerade im Umweltbereich hat Korea durch das schnelle Wirtschaftswachstum großen Bedarf. Für österreichische Unternehmen sieht Bundesminister Rupprechter Chancen vor allem im Abfall- und Abwassermanagement oder bei erneuerbaren Energien da die koreanische Regierung derzeit massiv in die "green economy" investiert. Potenzial gibt es auch im Bereich Mobilität, Passivhaustechnologie, Solar und Photovoltaik.

 

Südkorea will Markt für Speck und Wurst aus Österreich öffnen

Bei einem persönlichen Gespräch von Bundesminister Rupprechter mit dem koreanischen Vize-Agrarminister Lee Jun-Won in Seoul wurde der mögliche Import von verarbeitetem Schweinefleisch aus Österreich ausverhandelt. Derzeit ist nur der Export von unverarbeitetem Schweinefleisch nach Korea möglich, verarbeitetes Fleisch darf bisher nicht geliefert werden.

Positive Signale gibt es auch hinsichtlich des Exports von Rindfleisch. Bundesminister Rupprechter erhielt die Zusage, dass Korea demnächst mit Österreich über den Import von Rindfleisch verhandeln wird. Derzeit gibt es mit den ersten EU-Ländern Gespräche über die wegen der BSE-Fälle gesperrten Rindfleischexporte. In der nächsten Verhandlungsrunde soll auch Österreich dabei sein.

Veterinärabkommen mit China öffnet Markt für heimisches Schweinefleisch

Nach jahrelangen Verhandlungen ist es Bundesminister Rupprechter gelungen, das Veterinärprotokoll für Schweinefleisch zu einem Abschluss zu bringen. Damit wird die Voraussetzung geschaffen, dass österreichische Betriebe Schweinefleisch nach China liefern dürfen. Die Unterzeichnung soll in den nächsten Wochen in Wien stattfinden. Das hat der Leiter der chinesischen Veterinärbehörde - Administration of Quality Supervision, Inspection and Quarantine (AQSIQ), Wu Qinghai, bei einem Treffen mit Landwirtschaftsminister Rupprechter in Peking zugesichert.

China gilt nicht nur aufgrund der Größe als wichtiger Absatzmarkt für Schweinefleisch, sondern auch, weil dort vor allem Produkte gefragt sind, die in Österreich kaum nachgefragt werden (etwa Bauchfleisch). Österreich exportiert jetzt bereits Käse, Fruchtsäfte, Wein, Zucker und Süßwaren nach China.

Veröffentlicht am 21.10.2014, Abteilung II/10 - Internationale Agrar- und Handelspolitik