Exportchancen für Österreichische Agrarprodukte in China sichern

Bundesminister Rupprechter bereiste Ende März China als Mitglied des Staatsbesuches von Bundespräsident Fischer und sondierte dabei aktiv österreichische Exportchancen.

Bundesminister Rupprechter kommt seinen Versprechen nach, im Rahmen der Exportinitiative.neu ferne Märkte stärker in den Fokus der Agrar-, Lebensmittel-, und Umwelttechnologieexportwirtschaft zu rücken. Neben den Stationen USA und Japan im Herbst 2015 startete er heuer sein Programm in der VR China.

Bundesminister Rupprechter begleitete Bundespräsident Fischer anlässlich seines Staatsbesuchs in die VR China vom 25.-29. März 2015. Hauptaugenmerk des Staatsbesuches lag beim Besuch des Bo'ao Asien-Forums in Hainan, ähnlich dem World Economic Forum in Davos. Im Anschluss führte Bundesminister Rupprechter noch bilaterale Gespräche mit Amtskollegen in Peking.

Österreichische Pioniere in der Passivhaus-Technologie in China ausgezeichnet

Nach einem Briefing der österreichischen Business Community in Peking - Vertreter von Niederlassungen österreichischer Firmen in China und von österreichischen Geschäftsleuten in China – überreichten Bundesminister Rupprechter und WKÖ-Präsident Leitl die Plakette „Austrian Green Building Star“ zur Auszeichnung eines Passivhauses an die Firmen Schöberl & Pöll GmbH und Hebei Xinhua Curtain Wall Co. Ltd.

Auf Einladung des französischen Premierministers a.D. Jean-Pierre Raffarin nahmen BM Rupprechter und WKÖ-Präsident Leitl am „EU-China Bilateraler CEO-Dialog“ des Bo'ao Asien-Forums in Hainan teil, um strategische handelspolitische und wirtschaftliche Aspekte zwischen der EU und Asien zu beleuchten.

Feierliche Unterzeichnung bilateraler Abkommen im Beisein von Bundespräsident Fischer

Die feierliche Unterzeichnung des Schweinefleischprotokolls durch Bundesminister Rupprechter und Minister Zhi Shuping der Staatlichen Verwaltung für Qualitätskontrolle, Inspektion und Quarantäne/AQSIQ der VR China am 27. März 2015 im Beisein von Bundespräsident Fischer und des chinesischen Staatspräsidenten XI Jinping bildete den erfolgreichen Abschluss jahrelanger Verhandlungen der Veterinärverwaltungen mit dem Ziel, österreichische Schweinefleischexporte in die VR China zu ermöglichen.

Weiters fand in diesem Rahmen die Unterzeichnung des Memorandums of Understanding im Agrarbereich mit dem chinesischen Landwirtschaftsminister Han Changfu geplant.

Erfolgreiche Ministergespräche in Peking

In Peking führte Bundesminister Rupprechter Arbeitsgespräche mit der Staatlichen Verwaltung für Qualitätskontrolle, Inspektion und Quarantäne/AQSIQ, um die Modalitäten einer zügigen Umsetzung des Schweinefleischprotokolls zu diskutieren.

Bezüglich der geplanten Schweinefleischlieferungen nach China sagte Minister Zhi zu, dass zeitnah Vertreter der chinesischen Veterinärbehörde nach Österreich kommen könnten, um exportwillige heimische Firmen zu zertifizieren.

Ein weiteres Gesprächsthema waren österreichische Lieferungen von Käse und Milchprodukten. Demnach könnten die Lieferungen österreichische Unternehmen von Käse und Milchprodukten nach China erhöht werden. Der Export von Milchprodukten aus Österreich nach China war bisher schon möglich, allerdings gab es nur wenige Genehmigungen für heimische Firmen - es wurden gemäß chinesischer Angaben von den chinesischen Behörden bislang für 24 Unternehmen Exportzertifikate für Milchprodukte ausgestellt, die auch die Lieferung von Käse betrafen.

Die Themen Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelkontrolle standen im Mittelpunkt des Gesprächs von Rupprechter mit Landwirtschaftsminister Han Changfu. Dieser betonte das Interesse Chinas an den österreichischen Systemen für Qualitätssicherung und Kontrolle. Die Minister vereinbarten die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe. Bei einem Besuch des chinesischen Landwirtschaftsministers, der eine Einladung nach Österreich angenommen hat, sollen konkrete Kooperationsprojekte etwa im Bereich Bio-Landwirtschaft präsentiert werden.

Gespräche mit Minister CHEN Lei, Ministerium für Wasserressourcen über Möglichkeiten der künftigen Zusammenarbeit rundeten das Programm in Peking ab.

Veröffentlicht am 16.04.2015, Abteilung II/10 - Internationale Agrar- und Handelspolitik