Änderung der Lokalen Entwicklungsstrategien

Anpassung der Lokalen Entwicklungsstrategien an aktuelle Gegebenheiten ab 2017.

Änderungen der Lokalen Entwicklungsstrategien

 

Ab 2017 können die Lokalen Entwicklungsstrategien an aktuelle Gegebenheiten angepasst  werden. Welche Schritte für die LAGs dabei zu beachten sind erfahren Sie hier:

Das Österreichische Programm für die Entwicklung des Ländlichen Raums 2014-2020 legt im Kapitel 8.2.15 Folgendes fest:

 

Anpassung der LES

 

Zum Zeitpunkt der Erstellung einer Strategie wird eine aus aktueller Sicht sinnvolle Entwicklungsrichtung vorgegeben. Im Rahmen des Monitorings der Strategieumsetzung und vor dem Hintergrund laufender Veränderungen in Wirtschaft, Politik oder Gesellschaft kann es notwendig werden eine Strategie anzupassen. Daher sind Änderungen der LES zulässig, wenn damit weiterhin die Erreichung der Programmziele sichergestellt wird und die Zustimmung der Verwaltungsbehörde vorliegt. Anpassungen der LES können frühestens 2017 erfolgen.“

 

Die Rahmenbedingungen und der formale Ablauf von LES-Anpassungen sehen folgendermaßen aus:

 

Wie oft kann die LES geändert werden?

 

  • Die LES kann in der Periode 2014-2020 zweimal geändert werden. Das erste Mal bis spätestens Ende 2017. Ein zweites Mal kann eine LES ab dem Jahr 2019 angepasst werden.

 

Welche Änderungen sind zulässig?

  • Die im bottom up Prozess erarbeiteten Grundzüge der LES können nicht geändert werden. Das heißt Änderungen sind innerhalb der inhaltlichen Leitplanken von SWOT- Bedarfen-Zielen vorzunehmen.

  • Möglich sind Akzentuierungen oder Fokussierungen auf bestimmte Themen, damit zusammenhängend Änderungen von Wirkungsmatrix/Indikatoren und Budgetmittelumschichtungen.

  • Ebenso möglich sind Änderungen von Förderintensitäten oder Förderobergrenzen.

  • Die Aufnahme gänzlich neuer Themen ist nur gut begründet aufgrund besonderer aktueller gesellschaftlicher, wirtschaftlicher oder politischer Gegebenheiten möglich wie z.B. im Bereich Migration und Asyl.

  • Möglich sind auch organisatorische Änderungen in den Strukturen der LAG oder Vereinfachungen in internen Prozessabläufen.

  • < > Das Streichen gesamter Aktionsfelder und/oder gesamter Budgetlinien (wie z.B. das Budget für Kooperationen) ist nicht zulässig!

    Formlose Anträge auf Anpassung der LES können per Email beim BMLFUW (abt.29@bmlfuw.gv.at) ab 1. November 2016 bis 31. Dezember 2017 gestellt werden. Gleichzeitig muss die zuständige LEADER-verantwortliche Landesstelle (LVL) in Kopie über den Antrag informiert werden (am besten cc per Email).

  • Die Anträge enthalten zumindest:

  • Ein kurzes Übersichtsschreiben, in dem die geplanten inhaltlichen Änderungen dargestellt und begründet werden.

  • Die LES einmal mit und einmal ohne Änderungsmodus

  • Beschluss der zuständigen LAG Gremien über die geplante Anpassung

Ab wann können die Änderungen angewendet werden?

 

  • Das BMLFUW schickt ein formales Schreiben an die LAG mit der Entscheidung über eine Genehmigung oder Ablehnung des Anpassungsantrags.

  • Genehmigte Anpassungen der LES können frühestens ab dem Datum dieses Schreibens angewendet werden. Das heißt auch, dass das Projektauswahlgremium erst ab diesem Datum Entscheidungen auf Basis der LES-Änderungen treffen kann.

  • Die geänderte LES sowie alle zusätzlichen Festlegungen zum Beantragungsmodus sowie die Projektauswahlkriterien sind auf der LAG-Homepage mit Datum der Gültigkeit zu veröffentlichen.

     

Veröffentlicht am 24.02.2017, II/9

Kontakt

Dr. Christa Rockenbauer-Peirl Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Stubenring 1
1010 Wien
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