LEADER Kooperationen

In Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt und dem BMLFUW gibt es die neue Förderinitiative LEADER Transnational Kultur 2014-2020.

Kooperationen – Gemeinsam sind wir stärker

Kooperation ist eines der sieben Prinzipien des LEADER-Ansatzes. Anbahnung und Umsetzung von Kooperationsprojekten kann sowohl im interterritorialen (innerhalb des Mitgliedstaates), als auch im transnationalen Bereich zwischen Lokalen Aktionsgruppen (LAGs) aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten durchgeführt werden.

 

Kooperationen bringen neue Ideen

Kooperationen können Wissen und Bewusstsein über neue Möglichkeiten und Wege, an Herausforderungen heranzugehen, erhöhen. Die Zusammenarbeit im Rahmen von LEADER-Kooperationsprojekten kann Innovation vorantreiben, helfen „über den Tellerrand“ zu schauen und  neue Kompetenzen und Fähigkeiten zu erwerben.

Für unterschiedlichste Aufgaben, die ländliche Regionen in ähnlichem Ausmaß betreffen, kann mit Kooperation die notwendige wirtschaftliche Größe erreicht werden, um Veränderungen zu ermöglichen.

Lokale Aktionsgruppe ist die Plattform

Die strategische Stoßrichtung und die Ziele von Kooperationsmaßnahmen hat sich die Lokale Aktionsgruppe in einem Bottom-up-Prozess bei der Erstellung ihrer Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) erarbeitet.

Für die nationale und transnationale Anbahnung und Vorbereitung sowie die Umsetzung von konkreten nationalen  Kooperationsprojekten ist die LAG im Rahmen der Umsetzung ihrer LES selbst verantwortlich.

Ihr obliegt die Auswahl der Projekte im Projektauswahlgremium, sie ist auch zuständig für die finanziellen Aspekte im Rahmen des ihr zugewiesenen Budgetrahmens.

Transnationale Kooperationsprojekte

Für die Umsetzung von konkreten transnationalen Kooperationsprojekten gibt es außerhalb des den LAGs zugewiesenen Budgetrahmens einen Anteil an LEADER-Mitteln, der von der AgrarMarkt Austria (AMA) verwaltet wird.

Die Maßnahme zielt auf die Förderung von Kooperation von LEADER-Regionen mehrerer EU-Mitgliedstaaten ab. Ebenso sind Kooperationen mit Gebieten von Drittländern, sofern diese eine lokale Strategie umsetzen, möglich.

Gefördert werden Planung und Umsetzung von konkreten transnationalen Kooperationsprojekten.

Auswahlverfahren und Auswahlkriterien

Die LAGs entscheiden in einer Vorauswahl, welche Projekte sie im Rahmen ihrer Strategie als wichtig erachten.

Die eigentliche Auswahl erfolgt dann durch die AgrarMarkt Austria unter Anhörung des BMLFUW und des BKA, speziell bei Projekten aus dem Bereich Kultur.

Das komplette Auswahlverfahren und die Auswahlkriterien sind im Dokument „Auswahlverfahren und Auswahlkriterien“ unter Kapitel 10.3 dargelegt und beschrieben.

http://www.bmlfuw.gv.at/land/laendl_entwicklung/foerderinfo/sonderrichtlinien_auswahlkriterien/projektauswahlkr_le.html

 

NEU: LEADER Transnational Kultur 2014-2020

Die neue Förderinitiative wird im Rahmen des Programms für die ländliche Entwicklung 2014-2020 in der Maßnahme Leader durchgeführt und mit Fördermitteln des Bundeskanzleramtes ergänzt.

Gefördert werden Kulturprojekte in LEADER-Regionen, die gemeinsam mit Partnern in Europa oder weltweit umgesetzt werden.

"LEADER Transnational Kultur" soll Transformationsprozesse in ländlichen Regionen unterstützen. Der inhaltliche Fokus wird dabei auf vier Schwerpunkte

  • "Arbeit"

  • "Bevölkerung"

  • "Soziale Innovation und Partizipation"

  • "Bild vom Land"

gelegt.

Für die Durchführung und Abwicklung der Förderinitiative ist die AMA beauftragt.

  • Siehe Folder und Formblatt zur Projektbeschreibung im Downloadbereich

Alle weiteren Bestimmungen zur Förderung von transnationalen Kooperationsprojekten finden sich in der Sonderrichtlinie „LE- Projektförderungen“ in Kapitel 46.

Veröffentlicht am 24.02.2017, Abteilung II/9 - Bildung, Innovation, Lokale Entwicklung und Zusammenarbeit