Höhere Bundeslehranstalten der Land- und Forstwirtschaft

Die agrarische Ausbildung leistet einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt unseres Lebensraumes. Ein professionelles Bildungsangebot sichert die Qualität der Lebensgrundlagen Boden, Wasser, Luft, Energie und biologische Vielfalt.

Das Ministerium für ein Lebenswertes Österreich ist Schulerhalter und trägt somit die Hauptverantwortung für das Bildungsangebot an den Höheren Bundeslehranstalten im Agrar- und Forstbereich, für den pädagogischen Bereich besteht eine enge Kooperation mit dem bmbf. Dieses zeichnet ebenfalls verantwortlich für das Qualitätsmanagementsystem des österreichischen berufsbildenden Schulwesens (QIBB).

Fachrichtungen

  1. Landwirtschaft und Ernährung
  2. Landwirtschaft
  3. Landtechnik
  4. Lebensmittel- und Biotechnologie
  5. Garten- und Landschaftsgestaltung
  6. Gartenbau
  7. Wein- und Obstbau
  8. Forstwirtschaft
  9. Umwelt- und Ressourcenmanagement

Bildungsinhalte

  • Allgemein- und Persönlichkeitsbildung
  • Fremdsprachen
  • Naturwissenschaftliche Bildung
  • Fachspezifische Bildung
  • Unternehmenskompetenz
  • Wirtschaftliche Bildung


Regionale Spezialisierung


Durch die schulautonome Schwerpunktsetzung können regionale Besonderheiten und neue Entwicklungen berücksichtigt werden, um noch gezielter auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes eingehen zu können. Diese Spezialisierung kommt ab dem dritten Jahrgang zum Tragen.

Lernen macht Freude
 

Die Qualität von Lehren und Lernen steht im Zentrum. Fachliche und pädagogische
Kompetenz der LehrerInnen wird durch gezielte Fort-und Weiterbildung garantiert.
Die LehrerInnen wenden unterschiedlichste didaktische Methoden an, achten auf deinen persönlichen Wissenserwerb und motivieren zu Teamarbeit. Projekt- und praxisorientierte Unterrichtsmethoden unterstützen selbstständiges und verantwortungsvolles Handeln.

Lehre und Forschung

An der Schule in Schönbrunn, Klosterneuburg, Raumberg-Gumpenstein und Wieselburg sind Lehre und Forschung zu Kompetenzzentren zusammengefasst. An einigen anderen Schulen bestehen Kooperationen mit Forschungseinrichtungen. Dies sichert die Aktualität der Ausbildungsinhalte. Die SchülerInnen profitieren bereits während ihrer Schullaufbahn von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit wird eine Zusammenarbeit mit der jeweiligen Forschungsanstalt
oder auch anderen Partnerfirmen ermöglicht.

Anrechnungen und Berechtigungen

Die Höheren Bundeslehranstalten der Land- und Forstwirtschaft werden mit der Diplom- und Reifeprüfung abgeschlossen, womit folgende Berechtigungen und Anerkennungen verbunden sind:

  • Zugang zu allen Universitäts- und FH-Studiengängen, den Pädagogischen Hochschulen, der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik
  • Ersatz der Facharbeiterprüfung
  • Zulassung zur Meisterprüfung
  • Inanspruchnahme verschiedener Agrarförderungen
  • Ersatz der gewerblichen Unternehmerprüfung
  • der Titel „Ingenieur“ wird nach 3 Jahren gehobener einschlägiger Tätigkeit verliehen
  • Berechtigungen in gewerblichen Berufen je nach Fachrichtung
  • Verkürzung der Lehrzeit eines weiteren Lehrberufes (land- und forstwirtschaftlich oder gewerblich) um mindestens ein Jahr. Für bestimmte Kombinationen gibt es je nach Übereinstimmung weitere Anrechnungen.
  • Einstufung der höheren berufsbildenden Schulen innerhalb der EU als Diplomausbildung begünstigt die internationale Mobilität in der Berufswahl.

Ausbildungsformen

  • Fünfjährige Ausbildung für SchülerInnen, die die Hauptschule, Neue Mittelschule oder Unterstufe eines Gymnasiums erfolgreich absolviert haben
  • Dreijähriger Aufbaulehrgang für SchülerInnen, die eine land- und forstwirtschaftliche Fachschule absolviert haben. Diese Sonderform wird zurzeit in Kematen, Raumberg, Wieselburg, Pitzelstätten, Bruck/Mur, Elmberg und Ursprung angeboten.

Beide Ausbildungsformen schließen mit der Reife- und Diplomprüfung ab.


Living together / Internat

Die an allen Standorten vorhandenen Internate ermöglichen dir, auch wenn du einen abgelegenen Wohnort hast, eine höhere Schulbildung. Der Schulort wird somit in deiner Ausbildungszeit zu einem Lern- und Lebenszentrum. Die Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, die in den Internaten beschäftigt sind, sind für diese Anforderungen ausgebildet und verstehen sich in dieser Zeit als Lern- und LebensbegleiterInnen. Es werden viele Freizeitaktivitäten angeboten,
die das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Gemeinschaft an der Schule fördern.
 

Internationalität

Die Schulen haben starken europäischen und internationalen
Bezug. Über SchülerInnenaustausch und Auslandsaufenthalte erwirbst du Wissen über andere Länder und entwickelst Verständnis für fremde Kulturen.

Praxis im In- und Ausland

An zehn Schulen sind land- und forstwirtschaftliche Lehrbetriebe angeschlossen,
an den anderen beiden bestehen Kooperationsverträge mit Lehrbetrieben. Darüber
hinaus hast du im Rahmen deiner fünfjährigen Ausbildung drei Pflichtpraktika zu absolvieren, in denen dein theoretisches Wissen in der Praxis erprobt und umgesetzt wird. Über EU geförderte Mobilitätsmaßnahmen wird die Praxis von immer mehr Schülerinnen und Schülern im fremdsprachigen Ausland absolviert. Die Lehrpläne der land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten
sehen Pflichtpraktika von insgesamt 18 Wochen bzw. 22 Wochen vor.

Standorte nach Fachrichtungen

 

Landwirtschaft und Ernährung :

Landwirtschaft:

Lebensmittel- und Biotechnologie:

Landtechnik:

Forstwirtschaft:

Obst- und Weinbau:

Gartenbau/Garten- und Landschaftsgestaltung:

Veröffentlicht am 13.10.2015, Abteilung Präs. 4 - Schulen, Zentren für Lehre und Forschung