Gegen Lebensmittelverschwendung gibt es keine Maßnahmen

FALSCH!

Sowohl in Österreich als auch in den europäischen Institutionen gibt es eine Reihe von Initiativen gegen die Lebensmittelverschwendung. Hier wurde der Reduktion von Lebensmittelverschwendung hohe Priorität eingeräumt.

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, Arbeitsplätze zu schaffen und ein nachhaltiges Wachstum zu erreichen, hat die Europäische Kommission am 2. 12. 2015 ein neues Maßnahmenpaket zur Kreislaufwirtschaft verabschiedet. Eine wichtige Zielsetzung ist die Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Diese sieht u.a. die Reduktion von Lebensmittelabfällen in Haushalten und im Handel um die Hälfte und die Verringerung der Lebensmittelverluste und Abfälle in allen Bereichen bis zum Jahr 2030 vor.

 

Die österreichische Initiative „Lebensmittel sind kostbar!“ des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft:

 

-- Reduktion der vermeidbaren Lebensmittelabfälle entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

 

-- Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Lebensmitteln in Form von Öffentlichkeitsarbeit, Schulprojekten und Kooperationen mit Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft. Die Initiative soll in der Öffentlichkeit als Plattform und verbindende Marke agieren.

 

-- Unterstützung von Prozessen und Systemen in der Wirtschaft (Produktion, Handel, Gastronomie usw.), die zur Reduktion von Lebensmittelabfällen beitragen.

 

-- Unterstützung von Projekten zur Weitergabe nicht mehr benötigter Lebensmittel an Bedürftige und soziale Institutionen.

 

-- Unter dem Motto „Die besten Beispiele vor den Vorhang“ werden herausragende Ideen und Projekte aus allen Lebensbereichen ausgezeichnet. Der Preis VIKTUALIA Award wurde 2016 zum vierten Mal vergeben.

 

Diese Initiative hat bereits 70 Kooperationspartner (Stand Juni 2016), welche laufend Maßnahmen zur Verringerung von Lebensmittelverlusten setzen.

 

Weitere Informationen unter www.bmlfuw.gv.at/lebensmittelsindkostbar

 

United Against Waste wurde im Jahr 2014 in Form einer branchenübergreifenden Plattform ins Leben gerufen. Gemeinsam verfolgen Unternehmen aus dem Food Service Markt sowie Bund, Länder, Wissenschaft und NGOs ein ambitioniertes Ziel: Die vermeidbaren Lebensmittelabfälle in Küchenbetrieben sollen bis zum Jahr 2020 um die Hälfte reduziert werden.

Näheres unter www.united-against-waste.at

 

Fazit: Lebensmittelabfälle gehen uns alle an! Wir alle können gemeinsam einen Beitrag leisten und ein Zeichen gegen die Verschwendung setzen. Egal ob in Landwirtschaft, Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln, verschiedenen Handelsformen, in der Außerhausverpflegung (Gastronomie, Catering, Hotels) und privaten Haushalten: Lebensmittelabfälle können vermieden werden.

Veröffentlicht am 27.09.2016, Abfallvermeidung, -verwertung und -beurteilung (Abteilung V/6)