VIKTUALIA 2016 - die Verleihung

Große Bühne für die besten und ambitioniertesten Projekte gegen die Lebensmittelverschwendung. Bundesminister Andrä Rupprechter und Staatssekretärin Sonja Steßl verliehen den VIKTUALIA Award 2016.

Der VIKTUALIA Award ist die erste österreichische Auszeichnung für einen besseren Umgang mit Lebensmitteln und wurde am 18. April 2016 zum vierten Mal vergeben. Mit der Auszeichnung soll das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln gestärkt werden.

 „Die beim VIKTUALIA eingereichten Projekte zeigen, wie wichtig den Menschen das Thema Lebensmittel ist. Ganz besonders freut es mich, dass ich die besten davon als „Best of Austria-Projekte“ heute vor den Vorhang holen kann“, so der Minister. Für Staatssekretärin Steßl ist besonders der soziale Aspekt eines sorgsamen Umgangs mit Lebensmitteln von Bedeutung: „Es darf nicht sein, dass Lebensmittel weggeworfen werden, während anderswo Menschen vor Hunger sterben müssen oder sich eine ausgewogene und angemessene Ernährung nicht leisten können“.

 

Von den vielen Einreichungen hat eine Fachjury folgende Siegerprojekte gekürt:

 

Siegerprojekte 2016

 

Kategorie Wirtschaft

„Gläser mit Geschichte“ vom Verein Best of the Rest. Der Verein verkocht gerettete Lebensmittel und füllt sie in Gläser ab. Mit Lebensmitteln, die im Handel nicht mehr verkauft werden, werden WasteFoodCaterings bestritten oder in Workshops mit Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit Asylantinnen und Asylanten verarbeitet.

 

Kategorie Gastronomie und Großküchen

„Lebensmittelkreislauf“ von der SPA Therme Blumau Betriebs GmbH. Der Betrieb verarbeitet seine aus dem Umfeld bezogenen Produkte und sichert damit die Wertschöpfung biologischer Ressourcen. Die tägliche Ersparnis an Küchenabfall liegt zwischen 25 und 35%.

 

Kategorie Landwirtschaft und Regionale Projekte

„Obstbörse Vorarlberg“ von Obst- und Gartenkultur Vorarlberg. Mit dem Projekt wird überschüssiges Obst einer sinnvollen Verwendung zugeführt und vermittelt dieses als „Obstbörse“ zwischen Anbietenden und Nachfragenden.

 

Kategorie Schul- und Jugendprojekte

„Save & Share“ vom Bundesgymnasium Dornbirn. Der Überschuss an Essen aus der Schulkantine wird nach Betriebsschluss für Flüchtlinge in einem Kühlschrank außerhalb der Kantine zugänglich gemacht. Sauberkeit und Qualitätskontrolle obliegt Schülerinnen und Schülern der 7. Klasse.

 

Kategorie Soziale Initiativen und Projekte

„Verein Start Up“ vom Verein Start up. Lebensmittel, die im Handel nicht mehr abgegeben werden, werden von den ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern abgeholt und ins Sozialzentrum gebracht. Ein Sozialcafe bietet sozialen und interkulturellen Austausch.

 

Kategorie Privates Engagement

(GRAT)Korn-Laberl vom Kostnixladen Gratkorn. Eine engagierte Mitarbeiterin hat für altes Brot neue Verwendungsmöglichkeiten kreiert. Als Alternative zu Schnitzel und Würstel findet das (GRAT)KORN-Laberl großen Zuspruch. Dadurch werden Brotabfälle vermieden und die Wertschätzung gegenüber Brot erhöht.

 

Sonderpreis

„Essen verschwenden ist Mist“ von der Umweltinitiative „Wir für die Welt – Mutter Erde“. Unter diesem Titel soll Bewusstsein für das Thema geschaffen und so der Boden für einen Rückgang der Lebensmittelverschwendung in Österreich aufbereitet werden.

Das eingereichte Projekt konnte aufgrund seiner großen Breitenwirkung nicht eindeutig einer Kategorie zugeordnet werden und wurde von der Jury daher als Sonderpreis ausgezeichnet.

Eine ausführlichere Beschreibung der einzelnen Projekte finden Sie in der beigefügten Broschüre als Download.

Die Preisverleihung ging als eine Green Event-Veranstaltung gemäß den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens über die Bühne. Durch den Abend führte Moderatorin Barbara Stöckl.

 

Veröffentlicht am 19.04.2016, Abfallvermeidung, -verwertung und -beurteilung (Abteilung V/6)

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