VIKTUALIA 2015 - die besten Projekte

Zum dritten Mal vergab das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft den Viktualia Award, den Preis gegen die Lebensmittelverschwendung.

In Vertretung von Bundesminister Andrä Rupprechter überreichte Generalsekretär Reinhard Mang am 18. Mai 2015 die Preise.

„Die von uns mit dem heutigen Preis ausgezeichneten Projekte zeigen, wie groß das Interesse der Menschen an diesem wichtigen Thema ist und wie viele positive Aktivitäten bereits gesetzt werden, um Lebensmittel vor ihrer Vernichtung zu bewahren. Wir alle können unseren Beitrag dazu leisten“, so Generalsekretär Mang anlässlich der Preisverleihung.

Obwohl es in einzelnen Bereichen schon Verbesserungen gibt, werden leider immer noch zu viele Lebensmittel weggeworfen. Allein in Österreich beziffert sich der Wert dieser auf über eine Milliarde Euro, die im Restmüll landet. Das ist nicht nur ein ökonomisches und ökologisches sondern vor allem ein ethisch-soziales Problem. Mit der Initiative „Lebensmittel sind kostbar!“ setzt sich das BMLFUW mit allen seinen Partnern für einen sorgsamen Umgang mit unseren Lebensmitteln ein.

VIKTUALIA 2015 – die Siegerprojekte

Aus den knapp 100 Einreichungen nominierte eine Jury 24 Projekte, von denen jeweils eines zum Siegerprojekt gekürt wurde.

Kategorie Landwirtschaft und Regionale Projekte: Studierendengruppe IP Restl Festl mit dem Projekt „Restl Festl – Graz isst auf“. Das „Restl Festl“ wurde mitten in der Stadt abgehalten. Dadurch konnten sehr viele Menschen angesprochen und für das Thema Lebensmittel sensibilisiert werden. Das ist gerade im urbanen Umfeld besonders wichtig, weil hier mehr Lebensmittelabfälle anfallen als am Land.

Kategorie Wirtschaft: Studio Dankl mit dem Projekt „I Love Brot“. Mit diesem innovativen Projekt können die täglichen Brot- und Gebäckabfälle minimiert werden. Übrig gebliebenes Brot wird zu Brotchips verarbeitet und bei Wien’s erstem Brotautomat kann auch außerhalb der Öffnungszeiten hochwertiges Brot und Gebäck bezogen werden

Kategorie Gastronomie und Großküchen: Landesberufsschule Gastgewerbe Lochau mit dem Projekt „Frischer Wind in unserer Küchenwerkstatt“. Dieses Projekt zeichnet sich durch große Vorbildwirkung für Jugendliche und künftige Köchinnen und Köche aus. Optimierte Verarbeitung und Resteverwertung tragen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen bei.

Kategorie Schul- und Jugendprojekte: Jugendtreff Donaustadt mit dem Projekt „Nachhaltiges Essen im Jugendtreff Donaustadt“. Nicht mehr zum Verkauf angebotene Lebensmittel werden von den Jugendlichen gemeinsam abgeholt, gekocht und gegessen. Der Aspekt der Vermeidung von Lebensmittelabfällen wird dabei in einem sozial wertvollen Rahmen an Jugendliche vermittelt.

Für Ihr Engagement erhielt die Jugendgruppe zusätzlich zur Siegerstatuette einen von der Fa. Tetra Pak gesponserten Gutschein für Schul-Säfte.

Kategorie Soziale Initiativen und Projekte: SOMA – Sozialmarkt für Menschen mit geringem Einkommen mit dem Projekt „Cafe SOMA“. Im Cafe SOMA können einkommensschwache Menschen nicht nur vergünstigt essen sondern sich durch Zusatzaktivitäten wie Spiele oder Zeitung lesen auch sozial näher kommen. Die Speisen werden ausschließlich mit Lebensmitteln des SOMA-Marktes hergestellt.

Kategorie Privates Engagement: Verein Foodsharing Österreich - Lebensmittel retten und teilen mit dem gleichnamigen Projekt. Mit diesem Projekt wird Bewusstsein geschaffen, dass Lebensmittelverschwendung gemeinsam vermieden werden kann. Foodsharing in dieser Form spricht vor allem junge Menschen an.

Die Preisverleihung ging erstmals als eine Green Event-Veranstaltung gemäß den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens über die Bühne. Durch die Preisverleihung führte Moderatorin Barbara Stöckl.

Eine ausführliche Beschreibung der Sieger- und der Nominiertenprojekte finden Sie in der nebenstehenden Broschüre.

Veröffentlicht am 22.05.2015, Abteilung V/6 - Abfallvermeidung, -verwertung und -beurteilung