Unsere Ernährung

Ernährung und Ernährungsverhalten haben vielfältige Folgewirkungen, unter anderem auf Gesundheit, die Art und Weise wie in der Landwirtschaft produziert wird und auf den Klimaschutz.

Landwirtschaft und Gesunde Ernährung

Das Essverhalten wird in der frühen Kindheit geprägt – möglicherweise bereits vor der Geburt. Deshalb sollten schon Kinder gesundes Genießen als etwas Selbstverständliches erleben, das auch Spaß machen kann.

Um Kindern die Bedeutung und den Genuss von gesunden und regionalen Lebensmittel näher zu bringen und mehr Wissen über die Herkunft und Entstehung unserer Lebensmittel zu vermitteln, setzt das Lebensministerium in Österreich beispielhaft das EU-Schulfruchtprogramm „schlaue Früchtchen“ um. Das Schulobstprogramm funktioniert wie das bereits eingespielte und traditionelle Schulmilchprogramm. Beide Initiativen werden mit Aufklärungskampagnen über gesunde Ernährung verknüpft. Kinder sollen gesunde und natürliche Lebensmittel essen und dabei auch lernen, hochwertige Lebensmittel von anderen zu unterscheiden. Eine Hilfestellung bietet auch die Österreichische Ernährungspyramide für Erwachsene, Kinder und Schwangere.

Biologische, regionale, fair gehandelte und umweltschonende Waren

Nachhaltiger Konsum ist ein wichtiger Beitrag zur Ressourcenschonung, zu fairem Handel, zu Regionalität und zum Klimaschutz. Mit der Plattform des Lebensministeriums zu Bewusst kaufen werden die KonsumentInnen beim bewussten und nachhaltigen Einkauf unterstützt. Dieses Webportal liefert Informationen über die Qualität, die Herkunft und über Bezugsquellen von Produkten, die ressourcenschonend hergestellt und fair gehandelt werden. Dazu kommt der Einkaufsratgeber, der die nachhaltigen Vorteile von Produkten im Detail erklärt und die KonsumentInnen mit den wichtigsten Einkaufstipps versorgt.

Einfluss der Ernährung auf unser Klima

Klimawandel und Klimaschutz sind inzwischen in aller Munde. Landwirtschaft und Ernährung sind eng mit dem Klimawandel verbunden. Zunehmende Wetterextreme sorgen jetzt schon für Ernteausfälle und Preissteigerungen. Ursache für den Klimawandel sind vor allem Treibhausgase, die der Mensch auf vielerlei Art produziert.

Es besteht Bewusstsein, dass ein massives Einsparen beim Verbrauch fossiler Energieträger in allen gesellschaftlichen Bereichen nötig ist. Der erhebliche Einfluss unserer täglichen Ernährungsgewohnheiten auf das Klima wird jedoch nur selten wahrgenommen. Die individuelle Ernährung löst unterschiedliche gesundheitliche, ökologische, ökonomische und soziale Folgewirkungen aus. Nicht nur Energie sparen ist ausschlaggebend für die persönliche Klimabilanz, sondern auch die Auswahl der Lebensmittel.

Österreich hat eine Lebensmittel- und Agrarpolitik eingeschlagen, die eine regionale Produktvielfalt statt einer hochindustrialisierten Agrarproduktion fördert. Aufgabe der Landwirtschaft ist und bleibt in erster Linie, den Bedarf der KonsumentInnen an Nahrungsmitteln ausreichend zu decken. Das sollte unter nachhaltiger Nutzung der Ressource Boden und bei bestmöglicher Schonung aller anderen Ökosysteme erfolgen.

Veröffentlicht am 17.10.2014, Abteilung Präs. 5 - Kommunikation und Service