Das EU-Schulobst- und -gemüseprogramm

Im Schuljahr 2015/2016 wurde das EU-Schulobst- und -gemüseprogramm, mit dem  Kindern eine gesunde Ernährung nahe gebracht werden soll, fortgeführt.

EU-Schulobst- und -gemüseprogramm

Um gesunde Ernährungsgewohnheiten zu fördern, wurde für die Abgabe von Obst und Gemüse an Kinder in schulischen Einrichtungen eine Gemeinschaftsbeihilfe eingeführt.

Die EU stellt für das Schulobstprogramm aus dem Agrarbudget seit dem Schuljahr 2009/10 Finanzmittel zur Verfügung. Österreich war von Anfang an dabei.

Schulfruchtprogramm in Österreich

Ziel der Initiative in Österreich ist, die Freude am Genuss von Obst und Gemüse wieder zu wecken, und das in einem für die Geschmacksbildung wichtigen Alter.

Rund 20 Prozent der Kinder im Schulalter sind zu schwer, daher besteht hier dringender Handlungsbedarf. Schulkinder sollen außerdem die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Herkunft und Herstellung von Lebensmitteln, Landwirtschaft und Umwelt verstehen lernen.

Das von der EU geförderte Schulfruchtprogramm startet in Österreich im neuen Schuljahr bereits zum siebenten Mal.

Alle österreichischen Schulen können am Programm teilnehmen und bis zur Erschöpfung der von der EU für Österreich zugeteilten Finanzmittel eine 75% Beihilfe aus EU-Mitteln erhalten. Die restlichen 25% müssen durch andere Träger wie Elternvereine, Gemeinden oder aus privaten Mitteln übernommen werden.

Seit seiner Einführung hat sich das EU-Schulobst- und -gemüseprogramm in Österreich sehr erfolgreich weiterentwickelt. Im Schuljahr 2010/11 wurden 199 t Produkte geliefert, vier Jahre später bereits 821 t.

Die EU-Mittelzuteilung für Österreich für nächstes Schuljahr wurde daher erheblich erhöht.

Als Antragsteller kommen entweder Lieferanten oder Schulische Einrichtungen (auch Kindergärten) in Frage.

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Als Schuljause werden frisches Obst und Gemüse direkt in die Schulklassen gebracht. Die am häufigsten gelieferten Produkte sind mit Abstand Äpfel, gefolgt von Bananen und Zitrusfrüchten. Rund 20% beträgt der Anteil an Gemüse bei den im Rahmens des Programms konsumierten Produkte. Insgesamt stammen ca. ein Drittel der Produkte aus biologischer Produktion, Tendenz steigend.

 

Flankierende Maßnahmen

Die Abgabe der Produkte wird durch mit EU-Mitteln geförderte pädagogische Begleitmaßnahmen wie z.B. Unterrichtsmaterial oder Verkostungen in Schulen oder Produktionsbetrieben, unterstützt.

 

 

 

Veröffentlicht am 02.06.2016, Abteilung II/8 - Agrarische Wertschöpfungskette und Ernährung