Sonderrichtlinie Imkereiförderung 2017-2019

Der Herr Bundesminister hat am 11. Oktober 2016 die neue „Sonderrichtlinie des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zur Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung der Vermarktungsbedingungen von Bienenzuchterzeugnissen gemäß Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 im Zeitraum 1.8.2016 bis 31.7.2019“ („Sonderrichtlinie Imkereiförderung 2017-2019“) genehmigt.

Die Sonderrichtlinie dient zur Umsetzung des Österreichischen Imkereiprogramms 2017-2019.

Mit den seitens der Europäischen Union genehmigten Kofinanzierungsmitteln stehen insgesamt 5,224 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln für unsere Imkerinnen und Imker zur Verfügung. Im Vergleich zum vorherigen Programm werden damit um circa 355.000 Euro mehr an öffentlichen Mitteln für den Imkereisektor eingesetzt.

Die Imkereiwirtschaft ist ein Sektor, dessen wichtigste Funktionen die Erzeugung von Honig und anderen Imkereierzeugnissen sowie der Beitrag zur Erhaltung des ökologi­schen Gleich­gewichts sind. Ziele dieser Sonderrichtlinie sind daher insbesondere die Erhaltung einer gesunden, flächendeckenden Bienenhaltung und Imkereiwirtschaft, die Sicherstellung der unverzichtbaren Bestäubungsfunktion der Bienen für die landwirtschaftlichen Nutzpflanzen und darüber hinaus für das gesamte Ökosystem sowie die Bekämpfung und Prävention von Bienenkrankheiten auf Grundlage des Österreichischen Bienengesundheitsprogramms 2016.

Die Förderung wird ausschließlich über den Imkereidachverband „Biene Österreich“ (BÖ) abgewickelt, der gegenüber dem Bund als Förderungswerber für die wirtschaftlich Begünstigten auftritt. Die „Biene Österreich“ repräsentiert alle im Bereich der Bienenzucht und Imkereiwirtschaft bundes- oder landesweit tätigen Organisationen. Als Dachverband der österreichischen Bienenzuchtverbände ist die Förderung der Bienenwirtschaft und der Imkerei, neben der Interessensvertretung, Hauptaufgabe von Biene Österreich.

Imkerinnen und Imker, die Förderungsmittel gemäß oben genannter Sonderrichtlinie wie zum Beispiel Investitionsförderung oder Kleingeräteförderung in Anspruch nehmen, müssen im Veterinärinformationssystem (VIS) als Imkerin, Imker registriert sein und die erforderlichen Meldungen durchführen. Darüber hinaus müssen sie nachweislich entweder am „Qualitätsprogramm Biene Österreich“ oder am „Österreichischen Bienengesundheitsprogramm 2016“ teilnehmen. Bei Teilnahme an beiden Programmen erhöht sich der Investitionszuschuss um 10%-Punkte.

 

 

 

Veröffentlicht am 30.05.2017, Tierische Produkte (Abteilung II/6)