Österreich Vorreiter bei Käfighaltungsverbot

EU-weit ist die konventionelle Käfighaltung ab Jänner 2012 verboten. In Österreich wurde sie bereits seit 2009 verboten.

Während die EU die konventionelle Käfighaltung gemäß Richtlinie 1999/74/EG ab 1. Jänner 2012 verbietet, hat Österreich diesen Schritt bereits vor drei Jahre zuvor gesetzt.

Mit dem Käfighaltungsverbot, das in das nationale Tierschutzgesetz integriert ist, nimmt Österreich in Sachen artgerechter Hühnerhaltung eine Vorreiterrolle in Europa ein. In Deutschland wurde ein Jahr später, mit 1. 1. 2010 ein Käfigverbot in Kraft gesetzt.

Problematik bei Importen von Eiern und eihaltigen Produkten

Aus Sicht der Konsumentinnen und Konsumenten ist beim Ei-Einkauf jedoch Vorsicht geboten. Es besteht nämlich kein Verbot des Imports von Käfigeiern, d.h. Käfigeier aus Legebatterien aus nicht-österreichischer Produktion dürfen hierzulande durchaus angeboten werden.


In Österreich trafen die großen Ketten des Lebensmitteleinzelhandels bereits im Jahr 2007 eine freiwillige Vereinbarung, nach der in den Regalen der Märkte keine Käfigeier mehr angeboten werden dürfen. Im Großhandel gibt eine solche Selbstbeschränkung jedoch nicht. Darüber hinaus ist in der Lebensmittelindustrie und der Gastronomie die Verwendung von Käfigeiern leider noch gang und gäbe. Seitens des BMLFUW wäre daher eine Angabe der Haltungsform der Legehennen auf Verpackung bzw. Speisekarten wünschenswert.

Achten Sie daher - falls vorhanden - auf Kennzeichnungen auf den entsprechenden Produkten (beispielsweise Mehlspeisen, Mayonnaise oder Nudeln) bzw. erkundigen Sie sich in den Gastronomiebetrieben nach der Herkunft der verwendeten Eier! Wer also Eier mit gutem Gewissen genießen will, greift zu Eiern aus österreichischer Produktion - am besten in Bio-Qualität. Orientierungshilfe bieten hier die Kennzeichnungen - detaillierte Infos hierzu finden Sie auf der Homepage der AMA.

Veröffentlicht am 02.11.2011, Abteilung Präs. 5 - Kommunikation und Service