Tirol

Bundesminister Rupprechter machte in Innsbruck und Igls Station und diskutierte mit Expertinnen und Experten, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern im „Leben am Land“-Workshop Themen wie Bildung, Tourismus und Ehrenamt. Der Politikwissenschaftler Peter Filzmaier und der Ökonom Gottfried Haber begleiten den Prozess wissenschaftlich und brachten ihre Expertise mit ein.

Einleitend betonte Bundesminister Andrä Rupprechter die entscheidende Bedeutung eines Masterplans für den ländlichen Raum: „Wir müssen hier und heute die Weichen für die Zukunft stellen, um neue Chancen zu eröffnen und die Abwanderung junger Menschen zu vermindern.“ Ein besonderes Anliegen ist dem Bundesminister die Rolle der Frau im ländlichen Raum aufzuwerten. Die bisherigen Workshops sieht er als wichtigen Schritt für einen auf breiter Basis erarbeiteten Masterplan.

Auch für Landeshauptmann Günther Platter ist die Einbindung der unterschiedlichen Interessen und Menschen in diesen Prozess entscheidend: „Die Menschen in den Regionen wissen selbst sehr gut, was sie brauchen. Und ein Land wie Tirol braucht neben vitalen Städten auch starke, lebenswerte Täler.“ Der Landehauptmann benannte klar die brennenden Themen, die Rupprechters Initiative aufgreift: „Die Menschen im ländlichen Raum brauchen Perspektiven. Unabhängig vom Wohnort muss es Chancengerechtigkeit beim Zugang zu Bildung, Gesundheit, Mobilität, Kommunikation und Arbeitsplätzen geben.“

Ausgleich bei der Mitsprache zwischen den Generationen ermöglichen

Der Masterplan-Prozess wird wissenschaftlich vom Ökonomen Prof. Gottfried Haber und dem Politikwissenschaftler Prof. Peter Filzmaier betreut. Beide sind ausgewiesene Experten, was die aktuellen Herausforderungen im ländlichen Raum betrifft. Filzmaier forderte einen „Ausgleich bei der Mitsprache zwischen den Generationen.“ Für Prof. Haber von der Donau-Universität Krems ist das Thema Bildung entscheidend: „Es geht dabei nicht darum, überall alles anzubieten. Viel wichtiger ist es inhaltliche Ausbildungsschwerpunkte zu definieren und durch Spezialisierung des Ausbildungsangebots in regionalen Kompetenzzentren zu bündeln.“ Ein derartiges Vorzeigeprojekt ist die von Bundesminister Rupprechter initiierte HBLFA Tirol.

Ideen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger als Basis des Masterplan Land

Im Zuge einer großen Abendveranstaltung in Igls konnte der Bundesminister hunderte engagierte Bürgerinnen und Bürger aus den Tiroler Gemeinden, aus Wirtschaft und Interessensvertretungen begrüßen und motivieren am Masterplan mitzuarbeiten. Arbeiten auch Sie mit: Ideen, um die eigene Region lebenswerter zu machen, können unter http://www.heimat-land-lebenswert.at eingereicht werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht am 24.02.2017, Kommunikation und Service (Abteilung Präs. 5)