Kontinuierliche Verbesserung unserer Umweltleistung und für den Klimaschutz/ EMAS im BMLFUW

Für ein lebenswertes Österreich und ein zukunftsfähiges Europa müssen wir mit voller Kraft für Umweltschutz, Ressourceneffizienz und Energiewende eintreten – sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene.

Alle diese Themen spielen bei der Arbeit meines Ministeriums eine zentrale Rolle. Wir sind dafür verantwortlich, dass Österreich nachhaltige Maßnahmen zum Schutz unserer Umwelt, unseres Klimas und unserer Ressourcen setzt und sich international als Vorbild präsentiert.

Aber auch in der Führung unseres Bürobetriebes suchen wir als EMAS-Organisation Jahr für Jahr nach Verbesserungspotenzialen. Wir wollen auch hier Vorbild sein – für andere öffentliche Einrichtungen und EMAS-Organisationen. Dazu müssen wir möglichst umweltschonend und sparsam mit wertvollen Ressourcen umgehen.

EU-weit Vorreiter

Der externe Gutachter Dr. Burkhard Kühnemann, der das jährliche Audit im Juni 2016 durchführte, bescheinigt uns nicht nur ein gut funktionierendes Umweltmanagementsystem, sondern auch eine EU-weite Vorreiterrolle beim Erfassen und Darstellen der indirekten Umweltauswirkungen. Damit sind alle Leistungen des BMLFUW gemeint, mit denen über die Mitwirkung im Gesetzgebungsprozess, über Förderungen und diverse Programme Verbesserungen im Umwelt- und Klimaschutz unterstütz und erreicht werden.

Das BMLFUW verknüpft EMAS und WOV vorbildhaft

Wie wir im BMLFUW systematisch EMAS mit dem Prozess der wirkungsorientierten Verwaltung (WOV) verzahnen – beides sind ja Managementsysteme – brachte uns viel Lob und Anerkennung ein. Es werden zusätzlich zu Einsparungen im Ressourcenverbrauch (direkte Umweltauswirkungen wie Emissionen aus Energieverbrauch und Mobilität, Wasser, Papier, Abfallmanagement) auch in allen relevanten inhaltlichen Aufgabenbereichen des BMLFUW systematisch ausgewählte Ziele, die zur Verbesserung der Umweltleistung beitragen, als EMAS-Ziele definiert, geeignete Maßnahmen und Verantwortlichkeiten formuliert und überprüft, ob die Ziele erreicht wurden. Details dazu finden Sie in der Umwelterklärung 2016.

Die Erhöhung der Ressourceneffizienz und der Ausbau erneuerbarer Energieträger sind wichtige Zukunftsthemen, die wir im vergangenen Jahr wirksam umsetzen konnten. Wir achten darauf, nur die notwendigsten Dienstreisen anzutreten und setzen bei Strom- und Wärmeverbrauch zu 78 Prozent auf Erneuerbare Energie. So konnten wir insgesamt 210 Tonnen CO2-Äquivalente einsparen.


Die Erfolgsbilanz

  • Besonders erwähnt werden die 33 MWh aus den hauseigenen Photovoltaik-Anlagen für den Betrieb des Regierungsgebäudes am Stubenring 1 und die Stubenbastei 5, die positiv zur Umweltleistung des BMLFUW und zum „Unternehmen Energiewende“ beitragen.
  • unser modernes Druckmanagement läuft seit November 2015 mit energieeffizienten und leistungsfähigen Multifunktionsgeräten. Durch den standardmäßig eingestellten doppelseitigen Ausdruck und das „follow-me“-Printing konnten in den ersten sechs Monaten des Betriebs 3,23 Tonnen Papier eingespart werden – dies entspricht 85,4 Bäumen. Außerdem konnten 16.006 Liter Wasser, das bei der Papierherstellung anfällt, eingespart werden.
  • In unserem hausinternen Handyrecycling-Projekt werden von unseren Partnern aus der Mobilfunkbranche und Abfallwirtschaft alte Telefone gesammelt, geprüft und wenn möglich wieder in Betrieb genommen. Rund 40 Prozent der Geräte lassen sich auf diese Weise wieder in Stand setzen. Die übrigen Telefone werden fachgerecht entsorgt, sodass wertvolle Metalle wie Silber, Gold, Palladium, Kupfer und Kobalt wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können.
  • Das Mülltrennsystem ist vorbildlich, was sich in kontinuierlich sinkenden Abfallmengen und Entsorgungskosten widerspiegelt.
  • Zudem ist das BMLFUW Vorreiter in der öffentlichen Beschaffung mit einem hohen Anteil an Umweltzeichenprodukten wie unter anderem Strom, Papier, Büromaterialien und mit besonders energieeffizienter IKT-Ausstattung.
  • Umweltfreundlich mobil zu sein hat im BMLFUW Priorität. Umweltminister Rupprechter nutzt im Stadt- und Stadtumlandverkehr ein Elektroauto.
  • Im Rahmen des vom BMLFUW initiierten "Climate Austria"-Programms werden seit 2008 CO2-Emissionen, die bei Dienstreisen von MitarbeiterInnen der Zentralleitung anfallen, durch geeignete österreichische Mobilitätsprojekte kompensiert.

Dafür steht EMAS

EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) steht für eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung, die eine Organisation direkt oder indirekt erbringt.


Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BMLFUW setzen sich tagtäglich auf Ebene der Gesetzeswerdung und der Verwaltung sowie durch das Entwickeln und Umsetzen zukunftsorientierter Programme ein, innovative Lösungen für Mensch und Umwelt zu erarbeiten und damit den Schutz unserer Lebensgrundlagen auch in Zukunft zu gewährleisten.

Natürlich wird dabei gerade im eigenen Haus versucht bestmöglich umwelt-, energieeffizient und sparsam mit Ressourcen beim laufenden Betrieb des Unternehmens BMLFUW umzugehen. Jahr für Jahr gelingt es hier immer noch Verbesserungen bei den Umweltleistungen zu realisieren Die Entscheidung für das EMAS-System ist daher ein klares Bekenntnis zu einem zukunftsorientierten Instrument, mit dem wir auch weiterhin Vorbild und EU-Vorreiter bleiben wollen. Mit einem wirkungsvollen Maßnahmen-Mix werden wir zur systematischen Weiterentwicklung von vorbeugendem betrieblichen Umwelt- und Klimaschutz beitragen – für jetzt und kommende Generationen.


Die aktuelle Darstellung der Umweltleistungen des BMLFUW finden Sie in der Umwelterklärung 2016.

Veröffentlicht am 20.07.2016, Abteilung Präs. 5 - Kommunikation und Service

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