Expertinnenvideo über die nachhaltige Nutzung der Ressource "Boden"

Drei Expertinnen, die den Schwerpunkt „Best of Austria“ vertreten und im Themenbereich „nachhaltige Ressourcennutzung“ tätig sind, erzählen im Video aus ihrem Arbeitsbereich zur begrenzten Ressource Boden.

Ressourcenschonung durch einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln

Melanie Franke, Blumau (Direktorin Rogner Bad Blumau)

Lebensmittel sind eine wertvolle Ressource, die äußerst energieintensiv produziert, transportiert, gekühlt und verarbeitet wird. Wenn Lebensmittel weggeworfen werden, müssen sie mit hohem Energieeinsatz entsorgt werden. Der Anteil an im Restmüll weggeworfenen Lebensmitteln in Österreich beträgt jährlich rund 157.000 Tonnen und entspricht einem Wert von über einer Milliarde Euro. Das sind pro Haushalt und Jahr Waren im Wert von 300 Euro. Deshalb startete das BMLFUW die "Initiative Lebensmittel sind kostbar". Im Rahmen dieser Initiative hat das BMLFUW den „Viktualia Award“ bisher vier Mal vergeben.

 

Biologische Landwirtschaft und ihre Bedeutung für die Ressource „Boden“

Ing.in Isabella Kaltenegger, Gaal, Stmk. (Bäuerin)

Während Bodenversiegelung den direkten Verlust an Boden bedeutet, führen Monokulturen, exzessiver Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden sowie fehlende erosionsmindernde Maßnahmen zu Humusabbau und in weiterer Folge zu Bodenerosion und -verlust. Allein in der EU beträgt der jährliche Schaden durch Ernteausfälle, Überschwemmung und Bodendegradation 38 Milliarden Euro.

 

Der „Boden“ als begrenzte Ressource

Prof.in DIin Dr.in Rosemarie Stangl, Leitung des Instituts für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau

Fruchtbares Ackerland ist eine der wichtigsten Ressourcen der Menschheit. Österreich umfasst 84.000 Quadratkilometer, doch nur 37 % davon gelten als besiedelbar und nutzbar für die Landwirtschaft. Landwirtschaftliche Flächen stehen in direkter Konkurrenz mit Flächen für die Errichtung von Verkehrsanlagen, Industrie, Gewerbe und Siedlungen.

 

Das Video wurden in Verbindung mit der Expertinnendatenbank FEMtech von der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) erstellt.

Veröffentlicht am 23.02.2017, Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming (AG GM)

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