Expertin für Ländliche Entwicklung: Theresia Oedl-Wieser ist FEMtech-Expertin des Monats September

Die Expertin des Monats September forscht zu Fragen der ländlichen Entwicklung.

Theresia Oedl-Wieser widmet sich bereits seit 1993 zu Fragen der ländlichen Entwicklung und hier insbesondere der sozialen und geschlechterspezifischen Problemlagen. Als eine Barriere für die Entwicklungsmöglichkeiten im ländlichen Raum nennt die aktuelle FEMtech-Expertin des Monats unter anderem den Zugang zur Mobilität. „Das betrifft vor allem die Berücksichtigung der Bedürfnisse der BewohnerInnen ländlicher Räume im öffentlichen Verkehr. IKT-Lösungen, die über passende öffentliche Anbindungen informieren, können hier sehr unterstützend wirken“, so die Forscherin.

In einem aktuellen Projekt untersucht Theresia Oedl-Wieser das Zusammenspiel ökonomischer, ökologischer und sozialer Vielfalt und deren Auswirkungen auf die ländliche Entwicklung im Biosphärenpark Salzburger Lungau und den Kärntner Nockbergen. Dabei analysiert sie, welchen Beitrag diese unterschiedlichen Vielfaltsaspekte in ihrem Zusammenwirken zur Weiterentwicklung der genannten Regionen leisten.

Die gebürtige Oberösterreicherin studierte an der Universität für Bodenkultur in Wien Agrarökonomie und promovierte im Jahr 2000 im Bereich Regionalpolitik und Ländliche Soziologie. Darüber hinaus  schloss Theresia Oedl-Wieser das Diplomstudium der Soziologie sowie der Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien ab. 1993 begann sie als Wissenschaftlerin an der Bundesanstalt für Bergbauernfragen in Wien, an der sie heute als Senior Researcher tätig ist.

Hinsichtlich der Thematik „Frauen in Naturwissenschaft und Technik“ ist die zweifache Mutter der Meinung: „Ich finde es sehr wichtig, dass Frauen verstärkt technische Berufe und Ausbildungen wählen. Dadurch wird die geschlechtersegregierte Berufswahl durchbrochen und es werden interessante Arbeitsfelder für Mädchen und Frauen erschlossen, die in der Regel besser bezahlt werden als jene in den traditionellen Frauenberufen. Um eine Karriereorientierung in einem naturwissenschaftlich-technischen Beruf kontinuierlich verfolgen zu können, müssen die Rahmenbedingungen sowohl am Arbeitsplatz als auch beim Angebot an sozialer Infrastruktur (Kinderbetreuung) passen. Die Bedingungen für eine flexible Lebens- und Arbeitsgestaltung müssen sich verbessern – insbesondere auch für Männer, damit Frauen mit ihrer Karriere nicht auf der Strecke bleiben.“

Die Expertinnendatenbank unterstützt Frauen in Forschung und Technologie und schafft Chancengleichheit in der industriellen und außeruniversitären Forschung. FEMtech setzt Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung, zur Sensibilisierung, zur Sichtbarmachung sowie zur Förderung der Karrieren von Frauen in Forschung und Technologie.

Nähere Infos unter www.femtech.at.

Veröffentlicht am 10.09.2015, Abteilung Präs. 5 - Kommunikation und Service