GIS-Anwendungen des BMLFUW

Nachfolgend finden Sie die umfangreichen bundesweiten oder projektspezifischen Geoinformationsdaten im Rahmen der GIS-Anwendungen des österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW).

 

Das BMLFUW erhebt umfangreiche Geoinformationsdaten aus den folgenden Aufgabenbereichen des Ressorts:

  • Landwirtschaft
  • Forstwirtschaft
  • Umwelt
  • Wasserwirtschaft

Die Geoinformationsdaten werden aus langjährigen Messreihen und statistischen Erhebungen österreichweit oder projektspezifisch für Regionen oder Gemeinden erhoben und in Form von schriftlichen Publikationen, gedruckten und digitalen Kartenwerken publiziert.

Das BMLFUW kooperiert dabei mit dem Land, Forst- und Wasserwirtschaftlichem Rechenzentrum als fachlichem und logistischem Partner. Bitte beachten Sie Urheberrechts- und Copyright-Hinweise auf der BMLFUW-Website.

Die wichtigsten GIS-Anwendungen des BMLFUW

  • Altlasten GIS - Altlasten in Österreich

  • eBOD - Digitale Bodenkarte

  • eHYD - Hydrographischer Dienst

  • EDM GIS - Assistent zur digitale Verortung von umweltrelevanten Standorten und Anlagen

  • HORA – Hochwasserrisikozonierung Austria

  • ISDW – Initiative Schutz durch Wald

  • Lärminfo

  • WISA – Wasser Informationssystem Austria

  • AgrarGIS

 

Altlasten GIS - Altlasten in Österreich

Im ALTLASTEN GIS sind jene Flächen angeführt, von denen aufgrund von Abfallablagerungen oder Untergrundverunreinigungen eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit des Menschen oder die Umwelt ausgeht und deshalb in der AltlastenatlasVO als Altlasten ausgewiesen sind.
 

ALTLASTEN GIS dient als Hilfestellung für die öffentliche Verwaltung als auch für privatwirtschaftliche Planungszwecke z.B. im Rahmen von Genehmigungs- und Nutzungsverfahrens, beim Grundstückkauf oder auch für Planungsbüros im Zuge von Bautätigkeiten.

Link: Altlasten GIS - Altlasten in Österreich https://secure.umweltbundesamt.at/altlasten-service/map_public.xhtml

eBOD – Digitale Bodenkarte

Die Web-GIS-Applikation eBOD stellt die Internetversion der digitalen Bodenkarte dar und ermöglicht sämtliche Standortseigenschaften der landwirtschaflich nutzbaren und kartierten Böden des Bundesgebietes gebührenfrei und unkompliziert abzurufen. Weder eine Zusatzinstallation noch eine Registrierung sind dafür Voraussetzung. Allein die Verwendung der aktuellen Version eines gängigen Web-Browsers sowie das Akzeptieren der Copyrightbestimmungen ermöglichen bereits den Zugang.

Dieser umfassende Dienst ist eine Kooperation des BFW mit dem BMLFUW und dem LFRZ und bietet neben detaillierten Kartierungs- und Analysenergebnissen auch graphische Darstellungen der einzelnen Bodenformen in Form von Profilzeichnungen, um deren charakteristischen Merkmale und die Schwankungsbreiten in der Horizontierung zu veranschaulichen. Unterschiedliche thematische Auswertungen vervollständigen die Anwendungsmöglichkeiten von eBOD und lassen Spielraum für zukünftige Erweiterungen.

Hochauflösende Farborthophotos (flächendeckend für ganz Österreich!) sowie die topographischen Karten des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen (ÖK50, ÖK200, ÖK500) sind als Hintergrund zur Orientierung ein- und ausblendbar.

Neben vektorbasierenden thematischen Darstellungen beginnend ab dem Maßstab 1: 30 000 stehen nun auch Rasterüberblickskarten sämtlicher thematischer Auswertungen für kleinmaßstäbliche Darstellungen bereit.

Ein leistungsfähiger, browserbasierender GIS-Client steht den Anwendern zur Verfügung. Umfangreiche Adresssuchfunktionen und die Möglichkeit der Koordinateneingabe gewährleisten ein rasches Auffinden der gewünschten Objekte. Vielfältige Darstellungsmöglichkeiten mit ein- und ausblendbaren Basiskarten sowie der optionale Einsatz von Beschriftungs- und Legendentools ermöglichen die individuelle Anpassung der Darstellung.

Link: eBOD - Digitale Bodenkarte http://bfw.ac.at/rz/bfwcms2.web?dok=7066

eHYD – Hydrographischer Dienst

Der Hydrographische Dienst in Österreich betreibt ein Basisnetz zur Beobachtung der wesentlichen Komponenten des Wasserkreislaufes.

Die Karte enthält eine Übersicht der Messstellen der Sachgebiete Niederschlag, Abfluss sowie unterirdisches Wasser einschließlich Quellen und bietet Daten vom Beobachtungsbeginn bis zum aktuellem Hydrographischen Jahrbuch als Download an.

Link: eHYD – Hydrographischer Dienst http://ehyd.gv.at/

EDM GIS - Assistent zur digitale Verortung von umweltrelevanten Standorten und Anlagen

Im Rahmen des vom BMLFUW initiierten E-Governmentprojekts „Elektronisches Datenmanagement Umwelt – edm.gv.at“ wurde ein bundesweit einheitliches Stammdatenregister, das „Register für Anlagen- und Personen-Stammdaten – eRAS“ mit darauf aufbauenden Fachapplikationen, welche in Form eines Web-Portals zur Verfügung stehen, entwickelt. eRAS stellt die zentrale Softwarekomponente der EDM Infrastruktur dar.

Ein wesentlicher Teil der EDM- Infrastruktur ist die WebGIS-Komponente, welche als WebGIS-Assistent bezeichnet wird. Der WebGIS-Assistent ist eine funktionale Erweiterung des EDM Portals und stellt dem Anwender die notwendigen Werkzeuge für die geografische Erfassung (=Verortung) zur Verfügung.

Darüber hinaus bietet der WebGIS-Assistent dem EDM Anwender die Möglichkeit verortete Anlagen in Kombination mit Basisdaten (zB. Luftbild) als digitale Karten darzustellen, herunterzuladen oder auszudrucken.

Die Aufgabe des WebGIS Assistenten ist eine schnellst-mögliche und einfache Verortung von EDM Objekten in Form von Umrisspolygonen (Stützpunktkoordinaten) oder Bezugspunkten (Punktkoordinaten).

Rechtsgrundlagen sind die Abfallverbrennungsverordnung (AVV), die Emissionserklärungsverordnung (EEV), die Deponieverordnung 2008, die E-PRTR-Begleitverordnung und die Abfallbilanzverordnung,

Nach diesen Verordnungen müssen Umrisspolygone für Anlagen als Teil der Stammdaten in das EDM Register eingetragen werden.

  • Anlagen, die der AVV oder der EEV unterliegen, müssen unmittelbar verortet werden.
  • Anlagen die der Deponieverordnung 2008 unterliegen, bis zum 01.07.2009 und
  • Anlagen gemäß der E-PRTR-Begleeitverordnung und Abfallbilanzverordnung mit 01.01.2010

Die Verortung dient der geographischen Darstellung von Standorten und Anlagen. Im Allgemeinen reicht hierfür eine Genauigkeit von ca. 2m für die Eckpunkte der Umrisspolygone aus. Die erfassten Polygone treffen keine Aussagen über Grundstücksgrenzen.

Die EDM GIS Applikation steht ausschließlich registrierten EDM NutzerInnen unter www.edm.gv.at zur Verfügung.

Link: EDM GIS www.edm.gv.at

HORA – Hochwasserrisikozonierung Austria

Das Projekt Hochwasserrisikozonierung Austria „HORA“ wird als digitale Gefahrenlandkarte im Internet frei geschaltet. Unter der Adresse www.hora.gv.at kann jede/r im Internet eine Adressabfrage machen, sich in die digitale Gefahren-Landkarte klicken, und durch verschiedene Zoom-Einstellungen sehen, wie überschwemmungs- oder erdbebengefährdet Haus oder Grundstück sind.

„HORA“, eine Kooperation zwischen dem BMLFUW und dem Versicherungsverband Österreich (VVO) ist ein bundesweites Risikozonierungssystem für Naturkatastrophen mit den derzeitigen Schwerpunkten Hochwasser und Erdbeben. Dieses europaweit einzigartige Projekt in der Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft wurde an mehr als 25.000 Flusskilometern in 4 Jahren gemeinsam umgesetzt und hat rund zwei Millionen Euro gekostet.

Die EU-Kommission hat Anfang 2006 einen Richtlinienvorschlag zur Bewertung und Bekämpfung von Hochwasser präsentiert – er beinhaltet u.a. Hochwasserrisikokarten, vorausschauende Bewertungsmethoden für Hochwasserrisiken, die Information und Einbeziehung der Öffentlichkeit sowie Durchführung, Berichterstattung und Zeitpläne zu diesem Thema. Mit HORA erfüllt Österreich bereits jetzt die EU-Anforderungen und zeigt sich als europaweiter Vorreiter in Sachen Hochwasserrisikoerkennung.

Link: HORA – Hochwasserrisikozonierung Austria www.hora.gv.at

ISDW – Initiative Schutz durch Wald

Hier erhalten Sie Informationen über das Programm "Initiative Schutz durch Wald (ISDW)" und ermöglicht Ihnen die Ansicht bzw. projektbezogene Verwendung digitaler Kartenwerke.

Die vom BMLFUW, Sektion Forst initiierte ISDW ist ein Programm zur Erhaltung und Verbesserung der Schutzwirkung von Wäldern mit Objektschutzwirkung im Rahmen des Programms zur Verordnung ländliche Entwicklung (VOLE 2007-2013).

Link: ISDW – Initiative Schutz durch Wald www.naturgefahren.at/massnahmen/isdw

Lärminfo

Mit der Umgebungslärmkartierung erfolgte eine umfangreiche Erhebung der Belastung entlang des hochrangigen Straßennetzes. Für das Autobahn- und Schnellstraßennetz wurden darüber hinaus gehende Lärmkarten erstellt.

Abweichend von der Umgebungslärmkartierung erfolgte die Berechnung für eine Höhe von 1,5 m und für das gesamte Autobahn- und Schnellstraßennetz. Auch die Daten für Gelände, Fahrbahndecken und Lärmschutzmaßnahmen wurden geprüft und verbessert.

Link: Lärminfo www.laerminfo.at

WISA – Wasser Informationssystem Austria

In dieser Anwendung finden sie die Topographischen Karten Österreichs, sowie Fachkarten zu bestimmten Bereichen und Karten über Kommunale Abwässer, Flüsse und Seen und vieles mehr.

Link: WISA – Wasser Informationssystem Austria wisa.bmlfuw.gv.at

AgrarGIS

Die WebGIS-Anwendung AgrarGIS wurde mit Ende Februar 2015 eingestellt. Mit Ende 2015 wurde ebenfalls die Seite zum Download der im AgrarGIS digitalisierten Flächen außer Betrieb genommen.

Registrierte Benutzer haben nun die Möglichkeit, nach einem Login mit Betriebsnummer die Anwendungen "Praxisplan Waldwirtschaft" und "Geokontakt" unter folgender URL zu nutzen: http://forst.unidata.at/#/login

Weiters steht den Benutzern beispielsweise das kostenlose Programm QGIS zur Verfügung.

Link zur aktuellen QGIS Version: www.qgis.org/de/site/

Nutzer, die hauptsächlich forstliche Anwendungen mit QGIS nutzen wollen, wird empfohlen QGIS Forst zu installieren. Es bietet einige nutzerfreundliche Spezialeinstellungen. Nutzer mit geringen GIS Kenntnissen wird ebenfalls diese QGIS Version empfohlen.

Link zum QGIS Forst:  www.steirischerwald.at

 

Was ist ein geografisches Informationssystem?

Ein geografisches Informationssystem, auch Geoinformationssystem oder GIS genannt, ist ein "rechnergestütztes Informationssystem", das aus Hardware, Software, Daten und den Anwendungen besteht.

Ein GIS erweitert die Nutzungsmöglichkeiten der klassischen Landkarte. Es verknüpft digitale geometrische Daten wie Karten, Pläne und Bilder mit Sachdaten wie Tabellen oder Datenbanken in einem System und stellt Zusammenhänge visuell dar.


Mit einem GIS können raumbezogene Daten digital erfasst und redigiert, gespeichert und reorganisiert, modelliert und analysiert sowie alphanumerisch und grafisch präsentiert werden. Weiters vereint es eine Datenbank und die zur Bearbeitung und Darstellung dieser Daten nützlichen Methoden.

Veröffentlicht am 15.09.2015

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