Bundesminister Rupprechter: Gemeinsam machen wir Österreichs Wälder klimafit

Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft vergebe

Besonders vorbildliche Waldbäuerinnen und Waldbauern aus allen Bundesländern wurden im Rahmen des Österreichischen Waldbauerntages am 29. September 2017 in Kitzbühel, Tirol, mit dem Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft ausgezeichnet. Sie gelten als Botschafterinnen und Botschafter des Waldes und stehen für eine aktive, zukunftsorientierte Bewirtschaftung. „Damit unser Wald seine vielfältigen Funktionen auch in Zukunft erfüllen kann, müssen wir ihn verantwortungsbewusst und nachhaltig bewirtschaften. Die österreichischen Waldbäuerinnen und Waldbauern widmen sich dieser Aufgabe mit großem Engagement – gemeinsam machen wir Österreichs Wälder klimafit“, betont Bundesminister Andrä Rupprechter.

Heuer wurden erstmalig Preise in der „Sonderkategorie Klimafitter Wald“ vergeben. Damit werden Betriebe ausgezeichnet, die besondere Aktivitäten setzen, um ihren Wald für die zukünftigen Herausforderungen anzupassen. Preisträgerinnen und Preisträger dieser Sonderkategorie sind Fam. Penker und der Forstbetrieb Wilfersdorf. Beide Betriebe legen größten Wert auf stabile und vitale Bestände. Sie achten besonders auf eine standortangepasste und vielseitige Baumartenauswahl.

Seit der ersten Verleihung im Jahr 1994 wurden schon 215 Betriebe für besonders innovative Ideen und außergewöhnliche Leistungen mit dem Staatspreis gewürdigt – in vielfältigen Bereichen wie Waldbau und Waldnutzung, Vermarktung von Holz und anderen Produkten sowie Angebot und Erweiterung von forstlichen Dienstleistungen.

 

Die Preisträgerinnen und Preisträger

 

Urbarialgemeinde Forchtenau – Burgenland

Die Urbarialgemeinde Forchtenau hat große Durchforstungsrückstände aufgearbeitet und den Betrieb weitestgehend auf Naturverjüngung umgestellt. Dabei wird betriebsübergreifend zusammengearbeitet.

 

Fam. Penker, Kolbnitz – Kärnten

Familie Penker legt besonderen Wert auf die Stabilität und Vitalität der Waldbestände. Ein wesentlicher Aspekt ist die standortangepasste Baumartenzusammensetzung. Die gesamte Bewirtschaftung ist klima- und ressourcenschonend ausgelegt.

 

Fam. Gruber, Waidhofen/Thaya – Niederösterreich

Die langjährige fachliche Aus- und Weiterbildung und hohe waldbauliche Kompetenz waren ausschlaggebend für die Auszeichnung von Fam. Gruber. Darüber hinaus engagiert sich die Familie im forstlichen Beratungsnetzwerk.

 

Fam. Payreder, Pabneukirchen – Oberösterreich

Familie Payreder bewirtschaftet einen 28 ha großen Betrieb. Herr Payreder ist ein Vorbild für lebenslanges Lernen und Weiterbildung im forstlichen Bereich. Waldbaulicher Schwerpunkt ist die besondere Vielfalt bei der Baumartenzusammensetzung.

 

Fam. Schernthaner, Taxenbach – Salzburg

Der Betrieb in Taxenbach forciert Waldpflege und Durchforstungsmaßnahmen. Bei Familie Schernthaner wird Laubholz direkt zu Möbeln und Inneneinrichtung weiterverarbeitet. Der Naturverjüngungsanteil liegt bei 90 Prozent.

 

Fam. Bretterklieber, Bad Gams – Steiermark

Fam. Bretterklieber achtet bei der Baumartenverteilung gezielt auf den Aspekt der Klimaanpassung. Mit Photovoltaik- und Biomasseanlagen tragen sie aktiv zum Klimaschutz bei. Für Schulklassen werden spannende Exkursionen angeboten.

 

Fam. Wurzrainer, Westendorf – Tirol

Innovative bestandesschonende Holzbringung und die beispielhafte Umwandlung eines Altersklassenwaldes in einen Dauerwald – für diese und weitere Erfolge wurde Fam. Wurzrainer, vulgo Unterkinzling ausgezeichnet.

 

Fam. Nenning, Hittisau – Vorarlberg

Mit aktiver Waldbewirtschaftung und starkem Bewusstsein für das Wechselspiel von Wald und Wild konnte Fam. Nenning für den Staatspreis überzeugen. Die Jagd wird selbst durchgeführt und mit hoher Problemlösungsorientierung betrieben.

 

Stiftung Fürst Lichtenstein Forstbetrieb Wilfersdorf – Niederösterreich

Der Forstbetrieb Wilfersdorf der Stiftung Fürst Lichtenstein wurde als Großbetrieb geehrt. In Wilfersdorf wird hochwertiges Nutzholz von über 30 verschiedenen Baumarten produziert, wobei forstliche Bewirtschaftung und Naturschutz vorbildlich zusammenspielen. Darüber hinaus werden touristische und waldpädagogische Aktivitäten angeboten.

 

Forstliche Bringungsgenossenschaft Erzherzog Johann,Thernberg – Niederösterreich

In der Sonderkategorie Kooperation wurde die „Forstliche Bringungsgenossenschaft Erzherzog Johann“ prämiert. Durch den Zusammenschluss von 34 „hoffernen“ Kleinwaldbesitzerinnen und Kleinwaldbesitzern sind Erreichbarkeit und Bewirtschaftung gesichert.

Veröffentlicht am 29.09.2017

Kontakt

Natascha Unger Pressesprecherin des Bundesministers
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