Ensemble „PalaCinque“ gewinnt Musikwettbewerb „Holz klingt gut“

BMLFUW und Blasmusikverband zeichneten beste Kompositionen für Holzinstrumente aus

Holz ist ein Multitalent, es findet nicht nur als Baustoff und Energielieferant Verwendung, sondern hat auch einen unverwechselbaren Klang. Wie die besten heimischen Kompositionen für Holzinstrumente klingen, konnte man beim großen Finale des Musikwettbewerbs „Holz klingt gut“ im Linzer Bruckner-Haus hören, wo die Finalisten-Ensembles aus den neun Bundesländern und aus Südtirol ihre Musikstücke präsentierten.

Der Bundessieg ging an das Ensemble „PalaCinque“ (Steiermark). Der zweite Platz ging an das Ensemble „Magic Percussion“ (Salzburg) und dritter wurde das Ensemble „Die Vielfältigen“ (Kärnten).

In einer Kooperation des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) mit dem Österreichischen Blasmusikverband wurde unter den 90.000 Musikerinnen und Musikern, die bundesweit der Österreichischen Blasmusikjugend angehören, sowie unter allen jungen musikalisch-kreativen Musikerinnen und Musikern Österreichs der „Sound des Holzes“ gesucht. Kompositionen zum Thema „Holz klingt gut“ konnten in jedem Genre eingereicht werden. „Was Holz möglich macht, ist unvergleichbar. Als Musikinstrument verzaubert uns Holz mit seinem Klang. Als Rohstoff und Energieträger spielt Holz eine wichtige Rolle im Klimaschutz und für die Wertschöpfung in den Regionen“, betonte Sektionschef Gerhard Mannsberger, Leiter der Forstsektion im BMLFUW beim Finale.

Ob Dichtung, Malerei oder Musik, der Wald und das Holz spielen seit jeher eine besondere Rolle in der österreichischen Kunst. Der weltweit bekannte „Exportartikel“, die österreichische Musik-Kultur, wäre ohne Holzinstrumente undenkbar. „Es freut mich besonders, dass Musikerinnen und Musiker aus unseren Bundesländern Kreativität und Musikalität bewiesen haben und durch ihre Ideen nachhaltig die Wichtigkeit von Holz in seiner Vielseitigkeit in unseren Gemütern verinnerlichen konnten“, so Helmut Schmid, Bundesjugendreferent des Österreichischen Blasmusikverbandes.

„Die große Bedeutung von Holz für den künstlerisch-musikalischen Bereich wurde mit diesem einzigartigen Wettbewerb nachdrücklich aufgezeigt. Die Jugendlichen haben die Schönheit des Waldes, die Vielfalt und den Nutzen des Holzes lebendig werden lassen“, bekräftigte Landesrat Max Hiegelsberger. Die exklusiv für die Finalistinnen und Finalisten des Wettbewerbs von dem aus Linz stammenden Künstler und Bildhauer Mag. Art Paul Florian Aigner aus Holz angerfertigten Siegertrophäen symbolisieren auf eindrucksvolle Weise die Verschmelzung von Natur und Kultur. Die aus unterschiedlichen Holzarten gestalteten Siegertrophäen in Form eines Notenschlüssels stehen für die unerschöpfliche Vielfalt der Musik und das wundervolle Zusammenspiel von Holz und Musik.

 

Holz klingt gut

Finalisten-Ensembles 2017

Tirol: Hoasse Helza
„Ballandi Clarinetti - Tanzende Klarinetten“ von Martin Eller 

Das Klarinettenensemble „Hoasse Helza“ setzt sich aus fünf Musikerinnen der Musikkapelle Schmirn aus Tirol zusammen, die unter anderem Gottesdienste und diverse anderen Veranstaltungen musikalisch mitgestalten. Das Werk „Ballandi Clarinetti - Tanzende Klarinetten“ wurde von Martin Eller komponiert und ist ein ruhiges Werk für Klarinetten und wurde eigens für das Schmirner Klarinettenensemble „Hoasse Helza“ geschrieben.

 

Steiermark: PalaCinque
„Auf dem Holzweg – Metamorphosen für Bläserquintett“ von Paul Maier  

Das Ensemble „PalaCinque“ ist ein Bläserquintett, das sich eigens für den Musikwettbewerb „HOLZ klingt GUT!“ zu einer reinen Holzbesetzung umformierte. Die Musikerinnen und Musiker verschiedener Altersgruppen sind allesamt Absolventen des Grazer Musikgymnasiums und Studenten des Konservatoriums Graz bzw. der Kunstuniversitäten Graz und Wien. Das Werk „Auf dem Holzweg - Metamorphosen für Bläserquintett“ beschreibt die Verwandlung eines bekannten Weihnachtsliedes zum Hauptthema - am Höhepunkt des Stückes erklingt es festlich im Tutti, wo spätestens der Zuhörer vom anfänglichen „Holzweg“ auf die „richtige Spur“ findet.
 

Salzburg: Magic Percussion
„Step by Step“ 

Das Ensemble „Magic Percussion“ setzt sich aus acht Schlagzeugern der Anifer Blasmusik zusammen. Das Ensemble kann seit seiner Gründung auf zahlreiche Erfolge zurückblicken. Aktuell tritt „Magic Percussion“ jährlich 10–20 Mal auf. Heiße Sambarhythmen, klassische Schlagzeug-Highlights, STOMP, Bodypercussion, die beliebte Show auf acht Stehleitern und vieles mehr gehört zum Repertoire der Gruppe. Für „HOLZ klingt GUT!“ interpretiert das Ensemble das Werk „Step by Step" - ein Schlagwerk-Stück für acht Holzleitern.

 

Kärnten: Die Vielfältigen
„IM EDELHOLZLANDL“

Das Ensemble „Die Vielfältigen“ setzt sich aus einer Harfe, einer Bassklarinette, einer B-Klarinette und zwei Diatonischen Harmonikas zusammen. Der Ensemblename lässt sich auf die Vielseitigkeit der Genrevorlieben der Gruppe zurückführen. Mit der Komposition „IM EDELHOLZLANDL, die eigens für „HOLZ klingt GUT!“ entstanden ist, signalisieren die Musiker ihre Verbundenheit zur ländlichen Region, der sie entstammen.

 

Niederösterreich: Moakta Hoizgstett‘n
„Hoizgstett’n Mädli“

Das Ensemble „Moakta Hoizgstett'n“ besteht seit dem Jahr 2013 und setzt sich aus zwei Querflöten, zwei Klarinetten, einer Bassklarinette, einem Saxophon und einem Schlagzeuger zusammen. Das Ensemble interpretiert vorwiegend Unterhaltungsliteratur – die Freude am Musizieren steht im Fokus der Gruppe. Moakta Hoizgstett'n hat für „HOLZ klingt GUT!“ das Werk „Hoizgstett´n Mädli“ passend bearbeitet.

 

Oberösterreich: Holzbläserensemble der Jugendmusiktage 2017
„Viva La Wood – es lebe das Holz!“

Das „Holzbläserensemble der Jugendmusiktage 2017“ führte im Rahmen des Abschlusskonzertes einer Fortbildungsveranstaltung des Oberösterreichischen Blasmusikverbandes das Werk „Viva La Wood - es lebe das Holz!“ auf. Das Werk ist ein Arrangement der Popnummer „Viva La Vida“ für Holzbläserensemble und Drum Set/optional mit Cajon von Christoph Kaindlstorfer. Geleitet wird das Ensemble von Michaela Bauer und Christoph Kaindlstorfer.
 

Burgenland: Martina Schäffer & Florens Reichner
„Floresta“

Mit der Komposition „Floresta“ lädt das Ensemble die Zuhörer dazu ein, sich auf eine musikalische Reise zu begeben: Hinein in den Wald, barfuß den schmalen Pfad entlang, über den Bach und die steile Böschung hinauf zu den geheimnisvollen Eichen. Hier gibt es eine kleine Lichtung, von der aus die bewaldeten Hügel des Leithagebirges überblickt werden können und die Weiten des Landes beobachtet werden können.

 

Wien: KLARILEOS
„Fensterstock-Boarischer“    

Das Ensemble „KLARILEOS“ setzt sich aus Klarinettisten des Musikvereins Leopoldau zusammen. Das Ensemble tritt zu verschiedenen Anlässen und Festivitäten auf. Die Komposition „Fensterstock-Boarischer“ verknüpft die Stärken des Werkstoffes Holz mit einer gelebten, lebendigen Tradition und das in einer Millionenmetropole wie Wien, auf idealste Weise.

 

Vorarlberg: „LeJuViKa“
„Das alte Sägewerk“   

Das Ensemble „LeJuViKa“ ist ein Fagottquartett und wurde im Jahr 2016 gegründet. „LeJuViKa“ präsentiert sich mit dem Stück „Das alte Sägewerk“, welches aus zwei Sätzen besteht. Der erste Satz „Allegro“ beschreibt die alten Zeiten, als das Sägewerk noch in Betrieb war. Man kann sich zu der Melodie gut vorstellen, wie gerade Holz durchgesägt wird. Der zweite Satz „Moderato“ beschreibt wie es heute dort ist. Der melancholische Klang vertont ein altes und bereits verwachsenes Sägewerk, das seit Jahren nicht mehr betreten und benutzt wurde.

 

Südtirol: A & A
„Oliven und Mandarinen“
von Andrea Götsch
   

Der Ensemblename „A&A“ lässt sich auf die Vornamen der Musiker Andrea Götsch und Achille Dallabona zurückführen. Das Duo „A&A“ präsentiert sich mit dem Werk „Oliven und Mandarinen“, ein Stück für Bassklarinette und Fagott, welches von Andrea Götsch komponiert wurde.

Veröffentlicht am 30.10.2017

Kontakt

Magdalena Rauscher-Weber Pressesprecherin
Stubenring 1
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