Bundesminister Rupprechter zu EU-Agrarbudget: Europäische Lebensmittelversorgung in Gefahr

Kürzungen im mehrjährigen Finanzrahmen der EU nach 2020 bedrohen die Zukunft der Landwirtschaft und qualitativ hochwertigen Lebensmittelversorgung

 

Heute, Mittwoch, hat die Europäische Kommission ihr Reflexionspapier zur Zukunft der europäischen Finanzen veröffentlicht. In fünf Szenarien wird die künftige Finanzierung der unterschiedlichen Politikbereiche der Union nach 2020 beschrieben und zur Diskussion gestellt. Vor allem in der Gemeinsamen Agrarpolitik drohen Mittelkürzungen für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum. „Für mich besteht nun kein Zweifel mehr daran, in welche Richtung sich das EU-Agrarbudget derzeit bewegt. Hier werden massive Einschnitte für unsere Bäuerinnen und Bauern und die Regionen diskutiert. Ich lehne das entschieden ab. Eine solide finanzielle Basis ist für unsere Familienbetriebe und die Lebensmittelversorgung unserer Bevölkerung unabdingbar“, erklärt Bundesminister Andrä Rupprechter.

Die Kommission betont in ihrem Papier die Bedeutung der gemeinsamen Agrarpolitik und erkennt die vielfältigen Leistungen der Landwirtschaft an. „Umso überraschender ist, dass die Kommission hier auf dem Rücken der Bauern und Konsumenten eine Finanzlücke schließen will. Hinzu kommt, dass eines offensichtlich vergessen wurde: Kürzungen für die Bauern haben Auswirkungen auf alle Menschen“, so Rupprechter. Unsere bäuerlichen und nachhaltigen Familienbetriebe sorgen für sichere, qualitativ hochwertige, gesunde Lebensmittel, für lebenswerte Berg- und Kulturlandschaften, eine intakte Umwelt sowie für eine nachhaltige Rohstoff- und Energieproduktion.

„Ich werde in dieser Frage meine gesamte politische Erfahrung einbringen, Allianzen schmieden und um jeden Cent in Brüssel kämpfen. Hier geht es um das Weiterbestehen unserer kleinstrukturierten österreichischen Landwirtschaft, der hochqualitativen Lebensmittelversorgung und des ländlichen Raums. Der bäuerliche Familienbetrieb ist die stabilste und krisenfesteste Form der Landwirtschaft und nicht die Agrarindustrie“, betont Rupprechter.

Veröffentlicht am 28.06.2017

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