Bundesminister Rupprechter: Ökosoziale Agrarpolitik wichtiger denn je

BMLFUW blickt auf 30 Jahre ökosoziale Marktwirtschaft zurück

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) zieht nach 30 Jahren Ökosozialer Agrarpolitik und Marktwirtschaft eine positive Bilanz. Seit dem Amtsantritt von Josef Riegler am 21. Jänner 1987 folgt die Politik des Ressorts einem sowohl sozialen als auch wirtschaftlich und ökologisch verantwortungsbewussten Kurs. Bundesminister Andrä Rupprechter hatte sämtliche Vorgänger seit 1987 zum Festakt in das Regierungsgebäude geladen: „Die Ökosoziale Agrarpolitik ist ein Thema, das mich beruflich seit langer Zeit begleitet und mir auch persönlich am Herzen liegt. Mit ihrer Hilfe haben wir große Herausforderungen gemeistert und viele wichtige Meilensteine gesetzt – von der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik bis zum Weltklimavertrag von Paris. Der ökosoziale Gedanke ist heute wichtiger denn je und bietet Antworten auf die großen Herausforderungen der Zukunft“, betonte  Rupprechter im Rahmen der Veranstaltung zum 30-jährigen Jubiläum Ökosozialer Agrarpolitik und Marktwirtschaft.

Das BMLFUW war und ist seit drei Jahrzehnten das führende Ressort für Strategie und Dynamik von Reformen, die Österreich voranbringen. Österreich wurde zu einem Vollmitglied der Europäischen Union, die Agrarpolitik entwickelte sich von der Marktordnung zur Marktöffnung, von der Mengenproduktion zum Feinkostladen. Das Ressort ist Taktgeber der Energiewende zu mehr Effizienz, neuer E-Mobilität und dem Einsatz erneuerbarer Energien. Die Land- und die Forstwirtschaft schützen Ressourcen und erzielen zugleich erhebliche Produktivitätssteigerungen. Die Wasserwirtschaft sorgt für eine der wesentlichen Lebensgrundlagen, der Umweltschutz und die Ökologisierung von Produktion und Konsum bedeuten Innovation, neue Technologien und tausende Green Jobs.

In Österreich wurde der Begriff der Ökosozialen Marktwirtschaft in den 1980er Jahren geprägt, als das Land nach der Zwentendorf-Volksabstimmung 1978, den Ereignissen der Besetzung der Hainburger Au 1984 und dem Konrad-Lorenz-Volksbegehren 1985 ein neues Umweltbewusstsein entwickelte. „Josef Riegler hat damals als einer der ersten erkannt, dass ein Umdenken notwendig ist und sich unermüdlich für ein neues politisches Verantwortungsbewusstsein eingesetzt. Damit hat er mich stark beeinflusst – auch ich stehe weder für Marktwirtschaft ohne Schranken, noch für Wirtschaftssystem ohne Freiheit, Leistung und Wettbewerb“, bekräftigte Rupprechter.

In einem vom Ressort herausgegebenen Booklet zum 30. Jahrestag der Angelobung von Bundesminister Josef Riegler am 21. Jänner 1987 und der Weichenstellung zur Ökosozialen Agrarpolitik und Marktwirtschaft werden diese Schwerpunkte der Ressorts bis zur Landwirtschaft 4.0 und dem Schutz vor Naturgefahren dargelegt. Interviews sowie Daten und Fakten dokumentieren die Amtsperioden der Bundesminister Josef Riegler, Franz Fischler, Wilhelm Molterer, Josef Pröll und Nikolaus Berlakovich. Andrä Rupprechter präsentiert eine Bilanz und den weiteren Ausblick auf die Agenda des Ressorts.

Präsentiert wurde das Booklet am Dienstag, 24. Jänner 2017 bei einem Festakt im Regierungsgebäude am Stubenring in Wien. Hausherr und Gastgeber begrüßte sämtliche seiner Vorgänger und die Vertreter von Wissenschaft, Bildung und Sozialpartnerschaft sowie des Ökosozialen Forums.

Veröffentlicht am 25.01.2017

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Natascha Unger Pressesprecherin des Bundesministers
Stubenring 1
1010 Wien