Bundesminister Rupprechter: Digitalisierung stoppt Landflucht

Masterplan-Workshop in Oberösterreich zu Infrastruktur, Mobilität und digitalem Dorf

Bundesminister Andrä Rupprechter lud gestern, Mittwoch, ausgewählte Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger zu speziellen Stakeholder-Workshops in Linz. Die Veranstaltung ist Teil der Bundesländertour, mit der zurzeit ein umfassender Masterplan für den ländlichen Raum erarbeitet wird. In Oberösterreich standen die Themen Infrastruktur, Mobilität und digitales Dorf im Mittelpunkt. „Mit unserem Masterplan treten wir der Landflucht entgegen, die uns in vielen strukturschwachen Regionen vor große Herausforderungen stellt. Dazu müssen wir die Chancen der Digitalisierung nutzen: Dank Breitband-Internetanbindung können Innovative Betriebe auch am Land erfolgreich sein“, betonte der Minister.

Der Masterplan-Prozess wird wissenschaftlich von Prof. Peter Filzmaier und Prof. Gottfried Haber begleitet. Im Impulsreferat des Workshops betonte Filzmaier, es sei unbedingt notwendig, Fragen der Infrastruktur und der Mobilität neu zu denken: „Straßenbau zum Beispiel schafft im ländlichen Raum zwar während des Baus Jobs, danach fördert er aber das Pendeln in die Zentren. Nicht die Verbindungen Zentrum-Peripherie, sondern die Querverbindungen zwischen Gemeinden und Organisationseinheiten müssen gestärkt werden.“

Prof. Gottfried Haber zeigte ökonomische und gesellschaftliche Auswirkungen der Abwanderung aus strukturschwachen Regionen auf. Um der Abwanderung junger, hoch gebildeter Menschen entgegenzuwirken, sind laut Haber gerade in den Bereichen Bildung und Wirtschaft neue Ansätze gefragt. „Das Ziel muss lauten: Dezentral konzentrieren nicht zentralisieren. Durch dezentrale Clusterbildung mit inhaltlicher Schwerpunktsetzung können wir gleichzeitig die Vorteile größerer Einheiten und die Vorteile der Regionen nutzen. Um dorthin zu kommen, brauchen wir einen Masterplan.“

 

Jetzt Mitmachen

Im Rahmen seiner Bundesländertour arbeitet Rupprechter gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung intensiv an einem Masterplan für den ländlichen Raum. Auf breiter Basis wird eine nachhaltige Strategie für eine zukunftsorientierte Entwicklung erarbeitet.

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) setzt neben der Bundesländertour und dem Masterplan-Prozess weitere Aktivitäten im Rahmen des Schwerpunkts: Über 250.000 bereits laufende Projekte des Ressorts sind auf maps.bmlfuw.gv.at transparent aufbereitet. Mit dem CommunalAudit  Neu stellt das BMLFUW darüber hinaus Gemeinden ein Werkzeug zur Verfügung, um sich gezielt weiterzuentwickeln.

Ideen, um die eigene Region lebenswerter zu machen, können unter www.heimat-land-lebenswert.at eingereicht werden.

 

Veröffentlicht am 09.03.2017

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