Bundesminister Rupprechter: Sixtus Lanner Stipendium vergeben

Auszeichnung für außerordentliche Studienerfolge zur Entwicklung des ländlichen Raums

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) hat heute, Dienstag, zum zweiten Mal das Sixtus Lanner Stipendium vergeben. Mit diesem Leistungsstipendium werden besonders innovative wissenschaftliche Arbeiten zur Entwicklung des ländlichen Raums gewürdigt. Namensgeber ist der Vordenker des ländlichen Raums Dr. Sixtus Lanner, Voraussetzung für den Erhalt dieses Stipendiums war eine sehr gute Studienleistung sowie eine herausragende Masterarbeit oder Dissertation. „Sixtus Lanner ist ein Visionär. Mit dieser Auszeichnung möchten wir sein Lebenswerk ehren und junge Menschen unterstützen, die ebenfalls visionäre Ideen für den ländlichen Raum haben. Ihre innovativen Lösungsansätze werden starke Impulse setzen“, erklärte Bundesminister Andrä Rupprechter anlässlich der Verleihung.

Das Leistungsstipendium wurde an zwei Preisträgerinnen vergeben. Die Gewinnerin der Kategorie „International“ ist Verena Gramm aus Südtirol. Derzeit forscht sie über „Soziale Landwirtschaft“ am Institut für Regionalentwicklung an der Eurac Research in Bozen. Ihre an der Universität für Bodenkultur Wien eingereichte Masterarbeit „Sichtweisen und Erfahrungen von AkteurInnen sozialer Landwirtschaft in Südtirol mit Berücksichtigung der Auswirkungen auf das Sozialkapital von LandwirtInnen“ ist eine empirisch-analytische Arbeit. Am Beispiel Südtirol beschäftigt sie sich mit verschiedenen Formen von sozialen Dienstleistungen am Bauernhof, den dahinterliegenden Motivationen, unterstützenden oder hemmenden Faktoren und den daraus zu ziehenden Schlüssen für ein in Vorbereitung befindliches Landesgesetz zur sozialen Landwirtschaft. Die Jury hat sich entschieden, diese Masterarbeit auszuzeichnen, weil sie ein hochaktuelles Thema aufgreift, einem integrativen thematischen Ansatz ländlicher Entwicklung folgt und einen großen Erkenntnisgewinn beinhaltet.

Den Preis in der Kategorie „Österreich“ erhielt die Waldviertlerin Edith Schroll. Sie ist Absolventin der HLA Yspertal, der BOKU und der TU Wien. Ihre Diplomarbeit an der TU Wien “Vierseithof. Nachhaltig. Weiterdenken. Nachhaltige Entwicklung regionaltypischer Hofstrukturen am Beispiel der Vierseithöfe im südlichen Waldviertel.” beschäftigt sich mit der sensitiven Nach- bzw. Umnutzung von landwirtschaftlichen Hofstellen. Die Arbeit erläutert den landwirtschaftlichen Strukturwandel, die traditionellen Siedlungs- und Hofformen im Waldviertel sowie die Ansprüche von Nachhaltigkeit im Bauwesen. Die Jury hat sich entschieden, die Arbeit auszuzeichnen, weil sie eine Folgeerscheinung des landwirtschaftlichen Strukturwandels zum Thema macht, die starke Auswirkungen auf Orts- und Landschaftsbild hat, sich mit praxisnahen Empfehlungen unmittelbar an EntscheidungsträgerInnen und BauwerberInnen wendet und sie die Wahrung der Bautradition mit in die Zukunft weisenden Nutzungen und Bautechniken verknüpft.

Das „Sixtus Lanner Stipendium für Arbeiten zur Entwicklung des ländlichen Raums“ wurde anlässlich des 80. Geburtstages von Dr. Sixtus Lanner ins Leben gerufen und erstmals 2015 vergeben. Lanner gilt als Pionier der Entwicklung des ländlichen Raums. Das Leistungsstipendium ist vom BMLFUW in den beiden Kategorien mit jeweils 2.500 Euro dotiert.

Veröffentlicht am 28.11.2017

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