Berlakovich und Leitl: Mehr Jobs durch green jobs - Präsentation ‚Masterplan green jobs’

WKÖ-Präsident Leitl fordert 300 Mio. Euro Fördergelder für thermische Sanierung – Um-weltminister Berlakovich: Initialzündung für 100.000 neue green jobs

„Mit dem ‚Masterplan green jobs’ wollen wir den österreichischen Arbeitsplatzmotor weiter auf Touren halten. Bis 2020 ist es möglich, 100.000 neue green jobs in Österreich zu schaffen. Dabei sind alle Ministerien, Länder und Interessengruppen eingeladen, aktiv und konsequent für das Wachstum Österreichs zusammenzuarbeiten und die hohen heimischen Potenziale auszuschöpfen“, so Umweltminister Niki Berlakovich bei der gemeinsamen Präsentation des ersten österreichischen ‚Masterplan green jobs“
mit dem Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Christoph Leitl, heute Donnerstag in Wien. „Gemeinsam ist es machbar. Der Masterplan gibt die Initialzündung für eine Allianz für green jobs“, so Berlakovich weiter.

„Der Masterplan hat die volle Unterstützung der Wirtschaft“, betonte Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl. Im Zuge der Initiative müsse ein Förderschwerpunkt auf thermische Sanierung gesetzt werden. Leitl: „Mit einem jährlichen Zusatzfördervolumen von 300 Mio. Euro – 100 Mio. vom Bund und 200 Mio. von den Ländern – wird ein Investitionsvolumen von zwei Mrd. Euro ausgelöst. Alleine dadurch würden 30.000 Jobs, das ist ein Drittel der von Minister Berlakovich angepeilten neuen Green Jobs, langfristig geschaffen werden.“ Die thermische Sanierungsquote müsse zusätzlich von derzeit 1% auf 3% erhöht werden. Leitl wies darauf hin, dass Österreichs Unternehmen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, bei globalen Megatrends mitmachen müssen – und Green Technology sei dabei ein ganz wichtiges Zukunftsthema. Neben neuen Fördergeldern für die thermische Sanierung fordert Leitl zusätzlich die Anhebung der F&E-Prämie von derzeit 8% für Green Technology auf künftig 12%.

Maßnahmen für den Klima- und Umweltschutz sind eng mit dem heimischen Wirtschaftswachstum verbunden. „Ökologie und Ökonomie schießen sich heute nicht mehr aus, im Gegenteil: Die Wirtschaft hat die positiven Effekte des Umweltschutzes für Wachstum und den Standort Österreich erkannt – und nutzt ihn“, sagte Berlakovich. Der ‚Masterplan green jobs’ hat den Fokus auf den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Umwelttechnik und erneuerbare Energie sowie Tourismus und Freizeitwirtschaft. Sechs Handlungsfelder enthalten gezielte Maßnahmen, um daraus das höchste Arbeitsplatzpotenzial zu ziehen.
„Vor allem im Bereich der Aus- und Weiterbildung wollen wir noch stärker kooperieren: Studien zeigen, dass Unternehmen gut ausgebildete Arbeitskräfte suchen, das betrifft zum Beispiel Facharbeiter und Akademiker. Vor allem auch für unsere Jugend ist der Ausbau dieses Arbeitsmarktes eine wichtige Perspektive“, so Umweltminister Niki Berlakovich. „green jobs sind stabil, zukunftsfähig und klimaschützend. Diese Chance müssen wir jetzt ergreifen, um für Österreich im internationalen Spiel Vorteile zu sichern. Am Ende steht eine eindeutige Win-Win-Situation: Für den Klima- und Umweltschutz und die Wirtschaft unseres Landes“, so Umweltminister Niki Berlakovich abschließend.

Veröffentlicht am 12.10.2010