Bundesminister Rupprechter: Ausreichendes Wasser trotz Trockenheit

Wasserstände in Flüssen und Seen sinken, aber keine Wasserknappheit erwartet

Obwohl die letzten Wochen und Monate durch überdurchschnittlich hohe Temperaturen und sehr niedrige Niederschläge geprägt waren, wird in Österreich aufgrund der noch vorhandenen Wasserreserven keine Wasserknappheit in großem Rahmen erwartet. „Österreich ist in der glücklichen Lage, ausreichendes und sehr gutes Wasser zu haben. Wir verfügen über 80 Milliarden Kubikmeter Grundwasser, das vor allem unser hervorragendes Trinkwasser sichert. Trotzdem ist es wichtig, sorgsam mit diesem Ressourcenschatz umzugehen – das ist nicht nur in der derzeitigen Trockenperiode äußerst wichtig“, betont Bundesminister Andrä Rupprechter.

Bereits seit 12 Monaten gibt es in Österreich ein Niederschlagsdefizit. Vor allem im Südosten und Norden hat das auch Auswirkungen auf unsere Gewässer, so blieb die Wasserführung in unseren Flüssen und Bächen deutlich unter dem Mittelwert. Viele Messstellen im Süden Österreichs, an der Drau, an der Mur in Mureck, an der Raab im südlichen Burgenland, sowie an der Thaya und March im Waldviertel sind auf die niedersten Tagesmittelwerte seit Aufzeichnungsbeginn gefallen. Selbst an der Donau wurden an einigen Tagen im Juni die geringsten Abflüsse seit mehr als hundert Jahren gemessen. Das wirkt sich auch auf das Grundwasser aus. Die Grundwasserstände an den Messstellen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft befinden sich mit wenigen Ausnahmen auf niedrigem bis sehr niedrigem Niveau.

Die gegenwärtige Trockenheit führt nicht nur zu massiven Problemen in der Landwirtschaft, auch die Waldbrandgefahr ist hoch. Von den Wasserversorgern werden derzeit noch keine Probleme gemeldet. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass aufgrund vergangener Trockenperioden bereits die richtigen Schlüsse gezogen wurden und Vorsorgemaßnahmen wie Verbundleitungen errichtet wurden. Damit ist man für solche Trockenperioden gut gerüstet. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft kontrolliert laufend gemeinsam mit den Bundesländern an 5.000 Messstellen sowohl den Niederschlag, die Wasserstände und Abflüsse an Flüssen, Bächen und Seen sowie die Grundwasserstände. Die Daten werden ausgewertet, in Jahrbüchern zusammengefasst und sind eine wichtige Grundlage für wasserwirtschaftliche Entscheidungen, vor allem auch in Zeiten extremer Wetterereignisse, wie Trockenheit oder Dürre.

Aktuelle Hydrographie-Daten sind auch öffentlich zugänglich unter http://ehyd.gv.at sowie unter

https://www.bmlfuw.gv.at/wasser/wasser-oesterreich/wasserkreislauf/hydrograph_charakt_extrema/monatscharakteristiken/Charakteristik0617.html

Veröffentlicht am 18.07.2017

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