Das Abkommen von Paris – COP 21

Am 12. Dezember 2015 wurde in Le Bourget bei Paris das neue weltweite Klimaschutzabkommen beschlossen.

Der Vertrag ist ein Wendepunkt in der Geschichte des Klimaschutzes: Es ist das erste Mal, dass sich fast alle Staaten der Welt vertraglich dazu bekennen, Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel zu unternehmen. Bundesminister Rupprechter sprach von einem „historischen Abkommen an einem historischen Tag“.

Die Ausgangslage der Verhandlungen war schwierig, es herrschten sehr gegensätzliche Vorstellungen von Industrie-, Schwellen- und weniger entwickelten Ländern. Selbst Ban Ki Moon sagte, dass diese Verhandlungen die schwierigsten und komplexesten waren, an denen er je teilgenommen hat. Dank des diplomatischen Geschicks der französischen COP-Präsidentschaft und der ausgezeichneten Vorsitzführung durch Laurent  Fabius konnten alle Hürden und Gegensätze überwunden werden. Am 12.12. kurz vor 19.30 Uhr war es schließlich so weit, das Pariser Abkommen wurde unter tosendem Applaus der tausenden Delegierten angenommen.

Die EU spielte bei den Verhandlungen eine entscheidende Rolle. Mit der Bildung der "Koalition der Ambitionierten" fungierte sie als Brückenbauer zwischen Extrempositionen anderer Verhandlungsgruppen.

Ziele

Ziele des Vertrages sind die Begrenzung der Erderwärmung und Hilfen für Entwicklungsländer. Das Abkommen ist das erste Klimaschutzabkommen, in dem alle Staaten eigene Beiträge im Kampf gegen die Erderwärmung zusagen. Diese soll auf deutlich unter zwei Grad begrenzt werden, möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter.

Ausstieg aus fossilen Energieträgern

Unumstritten ist auch die Zielsetzung, aus der Nutzung fossiler Energieträger auszusteigen. "Das Ende des fossilen Zeitalters ist eingeläutet und die Dekarbonisierung unserer Gesellschaft, unserer Energie- und Mobilitätssysteme ist somit gestartet", betont Bundesminister Rupprechter. 2030 soll bereits die Stromversorgung zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energieträgern erfolgen.

Die Verhandlungen haben gezeigt, dass „die EU, wenn sie geschlossen ist, etwas weiter bringen kann. Die Einigkeit macht uns stark, das hat man in Paris gesehen." Die EU-28 habe unter Luxemburgs Vorsitz und unter dem Engagement von EU-Klimakommissar Miguel Arias Canete gut verhandelt und "die Geschlossenheit bis zum Schluss durchgehalten." Ein weiterer Verdienst der EU sei, die "Koalition der Ambitionierten" geschmiedet zu haben, die am Schluss mehr als 110 Staaten umfasste.

Veröffentlicht am 16.12.2015, Kommunikation und Service (Abteilung Präs. 5)