CO2-Monitoring 2015 der Neuzulassungen von Pkw

Trend der CO2-Emissionen weiter abnehmend

 

Im Berichtsjahr 2014 lag der Flottendurchschnitt der CO2-Emissionen von neuen Pkw bei 128,4 g CO2/km und hat damit gegenüber dem Vorjahr abgenommen.

 

Im Jahr 2014 wurden in Österreich insgesamt 303.257 Pkw (in der Kategorie diesel- und benzinbetriebene Pkw: 301.193) neu zugelassen; gegenüber dem Vorjahr waren dies um 15.531 Pkw weniger (– 4,9 %). Rund 57 % der Neuzulassungen waren Dieselfahrzeuge und rund 42 % Fahrzeuge mit Benzinmotor. Es wurden somit bedeutend mehr Diesel- als Benzin-Pkw neu zugelassen.

Bei den Benzin- und Dieselfahrzeugen sind insgesamt 2.359 Hybrid-Pkw (Benzin- oder Diesel-/Elektroantrieb) inkludiert. Außerdem wurde 1 ethanolbetriebene (E85, Flexfuel) Pkw, 268 Erdgasfahrzeuge, 509 Fahrzeuge für kombinierten Benzin- und Erdgasbetrieb sowie 1.281 Elektrofahrzeuge neu zugelassen. Insgesamt wurden damit gegenüber dem Vorjahr mehr Elektro-Autos,  Hybrid-Pkw und Erdgasfahrzeuge, jedoch nur wenige E85-Pkw neu zugelassen.

 

2014 betrug der durchschnittliche Wert der CO2-Emissionen aller neuen Pkw [1] 128,4 g/km und hat  gegenüber dem Vorjahr abgenommen. Die errechneten CO2-Emissionen [2] lagen im Durchschnitt für benzinbetriebene Pkw bei 127 g/km (2 g/km weniger als 2013) und für Diesel-Pkw bei 131 g/km (3 g/km weniger als 2013). Die Abnahme der CO2-Emissionen hat sich 2014 sowohl bei diesel- als auch bei benzinbetriebenen Pkw wieder leicht beschleunigt. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen sind damit sowohl für diesel- als auch für benzinbetriebene Personenkraftwagen im Jahr 2014 die niedrigsten seit Beginn des CO2-Monitoring.

Die Marktanteile von kleineren Pkw mit weniger als 120 g/km CO2-Ausstoß nehmen kontinuierlich zu. Die Neuzulassungen solcher Pkw sind im Jahr 2014 auf 44% angestiegen, während die Zulassungszahlen von großen Pkw (mit mehr als 150  g/km) noch 17% betrugen.


Wesentliche Faktoren für die Abnahme des Flottendurchschnitts der CO2-Emissionen von neuen Pkw sind:

  • die Ökologisierung der NoVA von 2008 bis 2014 mit Steuerbonus für saubere, verbrauchsparende Pkw mit niedrigen CO2-Emissionen
  • die EU CO2-Zielwertvorgabe für die Neuwagenflotte von 130 g CO2/km ab 2012 bis 2015 und dem Langfristziel von 95 g CO2/km in 2021
  • die klima:aktiv mobil Förderungen von Fuhrparkumstellungen auf Fahrzeuge mit Alternativantrieben, insbesondere Elektrofahrzeuge und
  • die Initiativen zum Spritsparen (EcoDriving)

Ökologisierung des Normverbrauchsabgabegesetzes

Die Ökologisierung des NoVA-Gesetzes (2007) als Lenkungsmaßnahme für den Erwerb von sauberen und verbrauchsarmen Personenkraftwagen zeigt Wirkung. Der Anteil an neuen Pkw mit geringen Schadstoff- und CO2-Emissionen unter 120 g/km, sowie mit alternativen Antrieben (Hybridantrieb, E85-Superethanol, Erdgas/Biogas-Antrieb, Wasserstoff oder Flüssiggas) nimmt zu, da diese steuerlich entlastet werden, hingegen werden Pkw mit CO2-Emissionen über 150 g/km und Diesel-Pkw ohne Partikelfilter steuerlich mehr belastet. Die Neuzulassungen der kleineren, sauberen und verbrauchsparenden Pkw haben deshalb seit 2008 laufend zugenommen, während der Anteil an großen Pkw mit hohen CO2-Emissionen abgenommen hat.

Förderinstrumente für Fuhrparkumstellungen auf alternative Antriebe

Auch haben die Förderinstrumente für Fuhrparkumstellungen auf alternative Antriebe, wie E85-Superethanol, Erdgas/Biogas, Hybridantrieb im Rahmen von klimaaktiv mobil, sowie die Initiativen zum Spritsparen (EcoDriving), den Ankauf von verbrauchsparenden, sauberen Fahrzeugen gefördert.

Die EU-Mitgliedstaaten sind gemäß EU-Beschluss 1753/2000/EG verpflichtet, jährlich einen Bericht über die durchschnittlichen Kohlendioxidemissionen aller Neuzulassungen von Pkw an die Europäische Kommission zu übermitteln. Für Österreich erstellt das Umweltbundesamt im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft den Bericht zum CO2-Monitoring. Dieses wurde im Jahr 2014 bereits zum vierzehnten Mal durchgeführt.

 

[1]  wobei derzeit nur benzin- und dieselbetriebene Fahrzeuge in die Berechnung einfließen

[2] im Motor entstehen bei der Verbrennung aus 1 Liter Benzin rund 2,32 kg CO2 , aus 1 Liter Diesel rund 2,65 kg CO2.

Veröffentlicht am 02.01.2017, Abteilung I/5 - Mobilität, Verkehr, Lärrm