CO2-Monitoring 2016 der Neuzulassungen von Pkw

Trend der CO2-Emissionen weiter abnehmend

 

Im Berichtsjahr 2015 lag der Flottendurchschnitt der CO2-Emissionen von neuen Pkw bei 123,7 g CO2/km und hat damit gegenüber dem Vorjahr abgenommen.

 

Im Jahr 2015 wurden in Österreich insgesamt 308.184 Pkw (in der Kategorie diesel- und benzinbetriebene Pkw: 305.851) neu zugelassen, wie im Vorjahr wurden somit mehr Diesel- als Benzinfahrzeuge neu zugelassen. 

Bei den Benzin- und Dieselfahrzeugen sind insgesamt 2.363 Hybrid-Pkw (Benzin- oder Diesel-/Elektroantrieb) inkludiert.

 

Außerdem wurden 167 Erdgasfahrzeuge, 533 Fahrzeuge für kombinierten Benzin- und Erdgasbetrieb sowie 1.676 Elektrofahrzeuge neu zugelassen.

 

2015 betrug der durchschnittliche Wert der CO2-Emissionen aller neuen Pkw [1] 123,7 g/km und hat  gegenüber dem Vorjahr abgenommen. Die errechneten CO2-Emissionen [2] lagen im Durchschnitt für benzinbetriebene Pkw bei 123 g/km (4 g/km weniger als 2013) und für Diesel-Pkw bei 126 g/km (5 g/km weniger als 2014). Die Abnahme der CO2-Emissionen hat sich 2015 sowohl bei diesel- als auch bei benzinbetriebenen Pkw wieder leicht beschleunigt. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen sind damit sowohl für diesel- als auch für benzinbetriebene Personenkraftwagen im Jahr 2015die niedrigsten seit Beginn des CO2-Monitoring.

 


Wesentliche Faktoren für die Abnahme des Flottendurchschnitts der CO2-Emissionen von neuen Pkw sind:

  • die Ökologisierung der NoVA von 2008 bis 2014 mit Steuerbonus für saubere, verbrauchsparende Pkw mit niedrigen CO2-Emissionen
  • die EU CO2-Zielwertvorgabe für die Neuwagenflotte von 130 g CO2/km ab 2012 bis 2015 und dem Langfristziel von 95 g CO2/km in 2021
  • die klima:aktiv mobil Förderungen von Fuhrparkumstellungen auf Fahrzeuge mit Alternativantrieben, insbesondere Elektrofahrzeuge und
  • die Initiativen zum Spritsparen (EcoDriving)

Ökologisierung des Normverbrauchsabgabegesetzes

Die Ökologisierung des NoVA-Gesetzes (2007) als Lenkungsmaßnahme für den Erwerb von sauberen und verbrauchsarmen Personenkraftwagen zeigt Wirkung. Der Anteil an neuen Pkw mit geringen Schadstoff- und CO2-Emissionen unter 120 g/km, sowie mit alternativen Antrieben (Hybridantrieb, E85-Superethanol, Erdgas/Biogas-Antrieb, Wasserstoff oder Flüssiggas) nimmt zu, da diese steuerlich entlastet werden, hingegen werden Pkw mit CO2-Emissionen über 150 g/km und Diesel-Pkw ohne Partikelfilter steuerlich mehr belastet. Die Neuzulassungen der kleineren, sauberen und verbrauchsparenden Pkw haben deshalb seit 2008 laufend zugenommen, während der Anteil an großen Pkw mit hohen CO2-Emissionen abgenommen hat.

Förderinstrumente für Fuhrparkumstellungen auf alternative Antriebe

Auch haben die Förderinstrumente für Fuhrparkumstellungen auf alternative Antriebe, wie E85-Superethanol, Erdgas/Biogas, Hybridantrieb im Rahmen von klimaaktiv mobil, sowie die Initiativen zum Spritsparen (EcoDriving), den Ankauf von verbrauchsparenden, sauberen Fahrzeugen gefördert.

Die EU-Mitgliedstaaten sind gemäß EU-Beschluss 1753/2000/EG verpflichtet, jährlich einen Bericht über die durchschnittlichen Kohlendioxidemissionen aller Neuzulassungen von Pkw an die Europäische Kommission zu übermitteln. Für Österreich erstellt das Umweltbundesamt im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft den Bericht zum CO2-Monitoring. Dieses wurde im Jahr 2014 bereits zum vierzehnten Mal durchgeführt.

 

[1]  wobei derzeit nur benzin- und dieselbetriebene Fahrzeuge in die Berechnung einfließen

[2] im Motor entstehen bei der Verbrennung aus 1 Liter Benzin rund 2,32 kg CO2 , aus 1 Liter Diesel rund 2,65 kg CO2.

Veröffentlicht am 02.01.2017, Abteilung I/5 - Mobilität, Verkehr, Lärrm