20 Jahre UV-Messungen auf dem Hohen Sonnblick

Inge Dirmhirn UV-Messstation liefert seit 1995 im Auftrag des BMLFUW spektrale UV-Daten vom Sonnblick-Observatorium.

Im Jahr 1995 wurden auf dem Hohen Sonnblick die Arbeiten zur Messung der spektralen UV-Strahlung aufgenommen. Sie werden seither durchgehend vom Institut für Meteorologie der Universität für Bodenkultur im Auftrag des BMLFUW durchgeführt. Die Messstelle ist Teil des „Network for the Detection of Atmospheric Composition Change (NDACC)“ und liefert damit eine von weltweit sehr wenigen langjährigen Zeitreihen für spektrale UV-Daten, die den hohen Qualitätsanforderungen des NDACC entsprechen.

Das 20-Jahres-Jubiläum der Messungen war der Anlass für eine Veranstaltung mit wissenschaftlichem Programm, die an der Universität für Bodenkultur stattfand. Der Generalsekretär des BMLFUW, DDr. Reinhard Mang, wies in seiner Ansprache auf das vor 30 Jahren abgeschlossene Wiener Übereinkommen zum Schutz der stratosphärischen Ozonschicht hin, das nicht nur die Grundlage für das Montreal Protokoll und damit für den weltweiten Ausstieg aus Produktion und Verwendung von ozonschichtzerstörenden Stoffen ist, sondern die Vertragsstaaten auch zum Monitoring atmosphärischer Parameter verpflichtet. Der Generalsekretär betonte, dass fundierte Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Voraussetzungen für eine zielgerichtete Umweltpolitik gehören.

Zu Ehren der ersten Professorin

In Erinnerung an Inge Dirmhirn - Meteorologin, Pionierin der Strahlungsforschung, erste Professorin an der Universität für Bodenkultur und Mitinitiatorin der Messungen – wurde die Messstelle am Sonnblick-Observatorium als „Inge Dirmhirn UV-Messstation“ benannt.

Das Vortragsprogramm spannte einen Bogen vom Sonnblick-Observatorium über Ergebnisse der Messungen bis hin zur Rolle der UV-Strahlung bei der Bildung von Vitamin D im Menschen. Die Vorträge sind auf den Webseiten der Universität für Bodenkultur abrufbar.

Nähere Information zu den Messungen im Artikel Ozonschichtdicke und UV-Strahlung.

Veröffentlicht am 20.10.2015, Abteilung I/4 - Klimaschutz und Luftreinhaltung