Wirtschaftsfaktor Radfahren

Kurzstudie zu den volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Radverkehrs in Österreich

Diese Studie wurde 2009 von der Technischen Universität Wien im Auftrag des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) mit Unterstützung der Wirtschaftskammer durchgeführt.

Das Fahrrad erlangt wieder immer mehr Bedeutung, vor allem für die Alltags-mobilität im Nahbereich: Das Fahrrad als umweltfreundliches, gesundes, kostengünstiges und schnelles Nahverkehrsmittel. Aber auch im Bereich Freizeit und Tourismus steigt seine Nutzung, wo Radurlaube und Radausflüge schon seit vielen Jahren stark nachgefragt sind.

Um die Bedeutung des Radfahrens für Wertschöpfung und Beschäftigung aufzuzeigen, wurden im Rahmen einer Kurzstudie die volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Fahrrades und des Radfahrens in Österreich ermittelt. Zu bemerken wäre, daß in den volkswirtschaftlichen Effekten die Umwelt- und Gesundheitseffekte nicht bewertet wurde.


Es wurden sechs Module für die Ermittlung der Wertschöpfungs- und Arbeitsplatzeffekte erfasst:

  1. Fahrrad-Produktion: Fahrräder, Fahrradkomponenten und –zubehör
  2. Fahrrad-Handel: Großhandel und Einzelhandel
  3. Fahrrad-Service: Reparatur und Verleih (Gewerbe)
  4. Radtourismus: Radurlaube und Rad-Tagesausflüge, inkl. Events, Transportservice, Karten und Magazine
  5. Radsport: Touristische Radsportveranstaltungen und Radrennen
  6. Rad-Infrastruktur: Radwegebau, inkl. Marketing und Promotion, Verleihsysteme und Servicestationen

Darüber hinaus erfolgte noch eine Querschnittsbetrachtung des Spezialsegments Elektro-Fahrräder (Produktion und Handel), um die Bedeutung dieses internationalen Trends für Österreich zu erfassen.
 

Insgesamt werden durch den Radverkehr in Österreich direkte und indirekte Wertschöpfungseffekte in der Höhe von 882,5 Mio. Euro erwirtschaftet mit Arbeitsplatzeffekten in der Höhe von 18.328 Vollzeit-Äquivalenten.

Veröffentlicht am 02.01.2017, Abteilung I/5 - Mobilität, Verkehr, Lärrm