Die Methodik der Umweltgesamtrechnungen

Da jede Ökonomie auf ihre natürlichen Ressourcen angewiesen ist, ist die Berücksichtigung der Umwelt bei der Beurteilung des Wohlstandes einer Gesellschaft von entscheidender Bedeutung.

Umweltgesamtrechnungen erfassen umweltbezogene Kennzahlen wie etwa den Ressourcenverbrauch oder die Treibhausgase und setzen sie mit ökonomischen Zahlen (z.B. dem Bruttoinlandsprodukt) in Beziehung.

Sie folgen dabei im Wesentlichen  den Konzepten und Regeln der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR). Damit ist gewährleistet, dass die beiden Rechnungen kompatibel sind und Umweltdaten nach wirtschaftlichen Sektoren aufgeteilt dargestellt werden können.

Im Kern geht es um die Schaffung einer Verknüpfung zwischen

  • wirtschaftlichen Aspekten, die in der traditionellen VGR in monetären Größen erfasst werden, und
  • ökologischen Aspekten, die zu einem großen Teil in physikalischen Kennzahlen ausgedrückt werden.

In der Form von sogenannten Satellitenkonten bieten sie die Möglichkeit einer  Erweiterung der traditionellen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Die Umweltgesamtrechnungen liefern damit eine geeignete Methodik, um den Leitindikator der VGR – das BIP – um relevante Umweltindikatoren zu ergänzen.

Dadurch kann die Umwelt als relevanter Faktor in die Ökonomie einbezogen werden. Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, privaten Haushalten und Umwelt stellen so in einem konsistenten System den Wohlstand unserer Gesellschaft dar..

Im Auftrag des BMLFUW sind die Umweltgesamtrechnungen seit Jahren fixer Bestandteil der amtlichen Statistik.

Veröffentlicht am 16.10.2014, Abteilung I/2 - Energie- und Wirtschaftspolitik